Tracking fürs Haustier: Hund und Katze - glücklich zu Hause

Die Welt bleibt zu Hause und arbeitet wenn möglich im Home-Office. Das mögen anscheinend die Haustiere.

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(Bild: Volker Weber )

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Der Verdacht liegt nahe: Ist das ganze Rudel zusammen, fühlt sich der Hund wohl. Der französische Hersteller Invoxia hat zur Erhärtung der Theorie die Bewegungsdaten seiner Pet Tracker statistisch ausgewertet und stellt fest, dass es Hunden in der Tat viel besser geht und dass Katzen aktiver sind und mehr gestreichelt werden.

Invoxia hat die Studie mit 35.000 Tagen von anonymisierten sowie aggregierten Bewegungsdaten über einen Zeitraum vom 1. Februar bis 30. März 2020 in Europa durchgeführt. Die Daten stammen aus Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Deutschland, Tschechien, Spanien, Belgien, Dänemark und England. Hunde seien während der Quarantäne täglich 40% weiter gelaufen und hätten 15% weniger gebellt. Auch bei Katzen sei die Aktivität um 33% gestiegen. Hunde seien zudem um 43% mehr gestreichelt worden, Katzen gar um 58%.

Der Pet Tracker als Fitness-Tracker

(Bild: Volker Weber )

Der Invoxia Pet Tracker soll Hund oder Katze lokalisieren, wenn sie mal verloren gehen. Das Gerät arbeitet stromsparend mit dem IoT-Netzwerk von Sigfox. Durch ein Update wurde das Gerät zu einem Fitness Tracker aufgewertet. Aus den Bewegungsdaten schließt Invoxia, wie weit das Haustier läuft, wie oft es bellt, sich streckt oder kratzt und wie oft es frisst. Zeiten absoluter Ruhe wertet die Software als Schlafphase. Per Bluetooth kann man die Bewegungsdaten auslesen. Anders als die Position werden sie nicht über das Sigfox-Netzwerk übertragen.

Die Position wird weniger genau als bei einem GSM-Tracker übermittelt. Nur die Punkte zählen.

(Bild: Volker Weber )

Um Strom zu sparen, schläft der Pet Tracker die meiste Zeit. Ist das Haustier in Ruhe oder befindet sich in Reichweite desselben WLAN Access Points, dann sendet es die Position nur alle vier Stunden. Bewegt sich das Tier, dann wechselt es den Modus und meldet je nach Einstellung alle 10 oder 5 Minuten. Die aktuelle Position bestimmt der Pet Tracker mittels drei Methoden. Zunächst versucht er, WLAN Access Points in der Gegend zu finden. Bei drei Treffern meldet er deren MAC-Adressen an Invoxia, die über einen Google Service die Position bestimmen und an die Smartphone-App melden.

Findet der Tracker nicht ausreichend WLAN-Netze, dann startet er das GPS-Modul, um einen Ort zu bestimmen. Das verbraucht mehr Strom und wird deshalb nur als zweite Möglichkeit genutzt. Außerdem funktioniert GPS in geschlossenen Räumen oder unter dichter Vegetation nicht. Auch eine im Keller eingesperrte Katze ist so nicht zu lokalisieren.

Als dritte Möglichkeit bleibt dem Tracker noch die Bluetooth-Verbindung zur Invoxia-App, um den Standort des Handys abzufragen. Dann funktioniert er so wie die ganzen Bluetooth-Schlüsselfinder, was bei einem verschwundenen Haustier wenig hilfreich ist. Erst wenn man ganz in der Nähe ist, kann die App auf diesem Wege anzeigen, ob man sich dem Tracker nähert oder sich entfernt. (vowe)