Transmeta schrumpft den Efficeon

Mit einem kleineren Gehäuse soll sich Transmetas Stromspar-Prozessor Efficeon in noch kompaktere Geräte einbauen lassen.

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  • Christof Windeck

Mit einem kleineren Gehäuse soll sich Transmetas Stromspar-Prozessor Efficeon in noch kompaktere Geräte einbauen lassen. Außerdem kündigt das Unternehmen eine ebenfalls besonders kompakte Southbridge der Firma ULi an und verlängerte Lieferzeiträume für ATI-Grafikchips, die mit Efficeon und Crusoe kooperieren.

Der von TSMC gefertigte 0,13-Mikrometer-Kern des Efficeon soll beim TM8620 mit Frequenzen zwischen 900 und 1100 MHz laufen. Das quadratische OBGA-Gehäuse (Organic Ball Grid Array) bringt bei einer Kantenlänge von 21 Millimetern 592 Lotkugeln unter. Die vielen Pins sind auch deshalb nötig, weil der Efficeon eine eingebaute Northbridge enthält, die DDR-SDRAM und einen AGP direkt ansteuert und per HyperTransport mit der Southbridge kommuniziert.

Die aus der Kooperation von ALi mit UMC hervorgegangene taiwanische ULi offeriert mit der M1563 eine passende Southbridge mit HyperTransport-Interface und in einem Gehäuse mit 23 Millimetern Kantenlänge. Der Baustein bindet einen PCI-Bus (32 Bit, 33 MHz, PCI 2.3), sechs USB-Ports (1 x EHCI 2.0, 3 x OHCI 1.1), zwei IDE-Kanäle, 5.1-Audio mit SPDIF, AC-97-Modems, einen 100-MBit-PHY sowie Fast IRDA an, hat eine Low-Pin-Count-Schnittstelle für einen Super-I/O-Chip und kann sogar mit Memory Sticks und SD-Speicherkarten umgehen.

Gemeinsam mit ATI will Transmeta dafür sorgen, dass "bestimmte Konfigurationen der Grafikprozessoren der Mobility Radeon-Familie mit integriertem Bildpuffer noch bis 2005 oder länger verfügbar sein" sollen. Dieses Versprechen zielt auf den Markt der Embedded-Systeme, wo längere Produktionszyklen üblich sind. (ciw)