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Transport Fever 2: Mit asiatischen Zügen durch die Tropen

Transport Fever 2 soll auf den Stärken des Vorgängers aufbauen. Neu sind unter anderem ein Map Editor und die tropische Klimazone.

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(Bild: Urban Games)

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Mit Transport Fever 2 will Entwickler Urban Games vor allem Spieler glücklich machen, die Teil 1 schon toll fanden. "Das Feedback war uns sehr wichtig", sagt Studio-Gründer Basil Weber im Gespräch mit heise online auf auf der Gamescom. Am Kern des Spielkonzepts ändert sich nicht viel: Auch in Transport Fever 2 organisiert man Busse, Bahnen, Schiffe und Flieger, um die perfekte Verkehrsstruktur zu schaffen und die verbundenen Städte wachsen zu lassen. 500.000 Mal wurde Teil 1 verkauft, die Einnahmen daraus flossen in die Entwicklung des neuen Teils der Verkehrssimulation. "Unser Budget war dieses Mal dreimal so groß", erklärt Weber, die Rede ist von umgerechnet etwa 3,7 Millionen Euro.

Kenner des Vorgängers freuen über mehrere Neuerungen: Beispielsweise gibt es nun eine tropische Klimazone, die Spieler mit ihren vielen Inseln vor neue Herausforderungen stellt. Schiffe und Flugzeuge sind hier wichtiger als in den anderen Klimazonen. Neu sind außerdem asiatische Vehikel, die sich neben europäischen und amerikanischen einreihen.

Alle Transportfahrzeuge sind in Transport Fever 2 mit Liebe zum Detail animiert. Bei Flugzeugen etwa kann man zuschauen, wie die Räder beim Start einfahren. "Da ist sehr viel Arbeit reingeflossen", sagt Weber. Das sieht man auch: Die Nahansicht auf die Verkehrsfahrzeuge lohnt sich. Dank Cockpit-Ansicht kann man die Karten, die wegen der verbesserten Engine nun schicker aussehen als im Vorgänger, auch von oben betrachten. Entwickler Urban Games verspricht außerdem mehr Details bei Flora und Fauna sowie schönere Belichtungseffekte. Das soll die Spieler ansprechen, die sich Zeit nehmen und dem Verkehrsgeschehen zwischendurch einfach nur zuschauen wollen.

Transport Fever 2 (35 Bilder)

(Bild: Urban Games)

Beim Aufbau der Stadt müssen Verkehrsplaner aber nicht nur schöne Kamerafahrten bewundern, sondern auch Geschick zeigen. Wege durch das Stadtzentrum mögen zwar effizient sein, sorgen aber für Emissionen, die Anwohner nerven. Fahrzeuge suchen sich automatisch den kürzesten Weg zum Ziel, die Route kann aber auch manuell festgelegt werden. Das verbesserte Nutzer-Interface soll Spielern helfen, ihre Verkehrsplanung genauer und möglichst frustfrei zu erledigen. Dafür sollen die Kernmechaniken von Transport Fever erweitert worden sein, unter anderem wurde das Cargo-System überarbeitet.

Der Fokus der schweizerischen Entwickler liegt klar auf diesem Verkehrssimulationspart. Die wirtschaftlichen Elemente sind wichtig, sollen aber nicht überbetont werden. "Wir haben es mal ausprobiert, die Spieler Ticketpreise selbst einstellen zu lassen", sagt Studio-Gründer Weber. "Letztlich suchen die Spieler dann nur nach dem optimalen Preis, und das macht keinen Spaß. Das ist einfach nicht der Sinn des Spiels." Statt den Spieler mit Nebenschauplätzen zu überfordern, soll der Tiefgang aus dem Kern-Gameplay entspringen. "Unser Ziel beim Game-Design war es, mit einfachen Regeln Komplexität zu erzeugen."

Im Gegensatz zum ersten Teil hat Transport Fever 2 nun auch einen Map Editor, mit dem Spieler ihre eigenen Karten je nach Vorliebe erstellen können. Die Entwickler geben dem Spieler Tools an die Hand, damit er nicht zwangsläufig alles selbst machen muss: Dank Slidern und Pinselwerkzeugen lassen sich Städte und Landstriche nach Wunsch auch mit KI-Hilfe aus dem Boden stampfen, damit der Spieler dann nur noch die Feinjustierung übernehmen muss.

Transport Fever 2 - Announcement Trailer (Quelle: Transport Fever 2)

Besonders interessant ist dieser Map Editor, weil er sich auch in einem laufenden Spiel nutzen lässt. Die Spieler können also einen Speicherstand importieren, darin Änderungen vornehmen, und dann nahtlos auf der neuen Karte weiterspielen. Diese Freiheit war laut Weber ein großes Anliegen der Fans von Teil 1. Auch bei den Zeitepochen gibt es mehr Freiheit: Nutzer können nun zum Beispiel einstellen, permanent im Jahr 1850 zu spielen.

Neben dem freien Endlosspiel gibt es in Transport Fever 2 auch einen Kampagnen-Modus, der aus 16 unabhängigen Szenarien besteht. Diese Missionen sollen Spieler an das Spielprinzip heranführen und Wissen über die verschiedenen Epochen der Transportwirtschaft vermitteln. Entwickler Urban Games will außerdem den Support für Mods über den Steam Workshop erweitern, sagt Weber. "Diese Mods sorgen dafür, dass Transport Fever auch langfristig gespielt werden können." Die Verkehrssimulation habe eine sehr eingefleischte Community, die auch Teil 2 langfristig mit Zusatzinhalten beliefern könnte.

Transport Fever 2 erscheint Ende 2019 für PC. Bis dahin will Urban Games auch noch die Performance-Schwächen behebn, die uns bei der Gamescom-Demo noch aufgefallen sind.

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(Bild: heise online / wie)

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(dahe)