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Technology Review

Trend zur Telepräsenz

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Immer mehr Arbeitnehmer sind nicht mehr im Büro, sondern arbeiten von zu Hause. Um trotzdem an Meetings im Hauptquartier der Firma teilnehmen zu können, sind Videokonferenzen zwar eine Möglichkeit – der letzte Schrei sind offenbar aber Telepräsenzroboter, von denen in letzter Zeit gleich mehrere auf den Markt kamen. Das berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Die Geräte sind kleine Roboter auf Rädern, die von ihrem Besitzer über das Internet gesteuert werden. Sie nehmen den Platz des Telearbeiters am Konferenztisch ein, rollen durch Produktionshallen, um diese zu kontrollieren, oder nehmen Termine im Büro wahr. Die Geräte sind mit Kamera, Mikrofon, Bildschirm und Lautsprecher ausgestattet, damit derjenige, der sie steuert, mit anderen Menschen vor Ort kommunizieren kann.

Die Verwendung von Telepräsenzrobotern ist allerdings deutlich komplizierter als die Nutzung von Videokonferenzen oder der Griff zum Telefon. Der Benutzer muss zunächst lernen, das Gerät zu steuern. Zudem sind die "Augen" und "Ohren" manchmal nicht empfindlich genug, um sinnvoll mit Kollegen zu interagieren.

Trotzdem sei die Technik für viele Kunden jetzt schon wertvoll, ist Ned Semonite überzeugt, Vizepräsident für den Bereich Produktmanagement beim Hersteller VGo Communications, der einen 1,20 m hohen Stellvertreter verkauft, der 6000 US-Dollar kostet. Einige Ingenieure und Designer in fortschrittlichen Firmen genießen es laut Semonite bereits, ein entfernt gelegenes Labor oder eine Prototyp-Anlage zu besuchen, ohne ihr Büro verlassen zu müssen. "Es bedeutet, dass sie öfter vor Ort sein können. Es ist einfacher, als vor die Tür zu gehen. Wertvolle Ad-hoc-Kontakte sind möglich." Mehr als 200 der VGo-Roboter befinden sich derzeit in Verwendung, zu den Kunden gehören Firmen wie Hewlett-Packard und Cisco.

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(bsc)