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Triebwerksprobleme bei Jupiter-Sonde Juno

Die NASA hat die Zündung des Haupttriebwerks der Jupiter-Sonde Juno verschoben. Bei der Vorbereitung hatte es Probleme mit zwei Ventilen gegeben.

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(Bild: NASA/JPL-Caltech)

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Die NASA hat die Zündung des Haupttriebwerks der Jupiter-Sonde Juno verschoben. Bei einem Testlauf war es zu Problemen mit zwei Helium-Rückschlagventilen gekommen. Geplant war eine umfangreiche Korrektur der Umlaufbahn: Die Umlaufzeit sollte von 53,4 auf rund 14 Tage reduziert werden. Für ein solches Manöver gibt es nur ein kleines Zeitfenster; die Zündung der Triebwerke muss nahe dem Scheitelpunkt der Umlaufbahn bei größter Annäherung an den Himmelskörper (Periapsis) erfolgen. Ursprünglich war die Zündung für den 19. Oktober geplant und muss nun auf den 11. Dezember, also dem nächsten Durchgang des Scheitelpunkts, verschoben werden.

Der Fehler beim Betrieb der beiden Rückschlagventile wird nun genauer untersucht. Eigentlich sollten sie sich Sekunden, nachdem das Kommando erfolgte, öffnen. Tatsächlich dauerte der Vorgang aber einige Minuten. Mit der Verschiebung gewinnt die NASA Zeit, um den Fehler zu untersuchen und Maßnahmen für eine erfolgreiche Zündung zu treffen.

Die Fortführung der Mission gefährdet der Fehler nicht. Beim nächsten nahen Durchgang versprechen sich die Forscher weitere wertvolle Daten von den Sensoren an Bord. Ein Scheitern der Bahnkorrektur hätte dennoch Konsequenzen: Die Lebensdauer der Sonde, die im Strahlungsfeld des Jupiters schnell altert, ist begrenzt und durch die Verringerung der Umlaufzeit könnten insgesamt erheblich mehr Annäherungen an den Planeten erfolgen. (uma)