Trojaner dringt über ungepatchte IE-Lücke in Windows-PCs ein

Für die vor kurzem nachträglich als äußerst kritisch eingestufte Sicherheitslücke im Internet Explorer ist nach Angaben von Microsoft bereits der erste Schädling öffentlich aufgetaucht.

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Für die vor kurzem nachträglich als äußerst kritisch eingestufte Sicherheitslücke im Internet Explorer ist nach Angaben von Microsoft bereits der erste Schädling öffentlich aufgetaucht. Der Win32/Delf.DH genannte Trojaner infiziert einen PC bereits beim Besuch einer manipulierten Webseite. Betroffen sind alle Versionen von Windows. Einzig Windows Server 2003 mit und ohne Service Pack 1 sind immun, sofern die Enhanced Security Configuration aktiviert ist.

Brisant an der Lücke ist, dass Microsoft immer noch keinen Patch zum Schließen zur Verfügung stellt. Der Fehler ist zwar seit längerem bekannt, allerdings ging man bis vor kurzem davon aus, dass er nur zum Absturz des Browsers führt und nicht für das Einschleusen von Schadcode geeignet sei. Ob die Redmonder zum kommenden Patchday am 13.12. ein Update herausgeben oder bereits vorher mit einem Emergency Release reagieren, ist noch nicht bekannt.

Dass ein Rechner bereits infiziert ist, erkennt der Anwender daran, dass im Autostartordner die Datei KVG.exe oder keks.exe liegt. Die lädt alle fünf Minuten weitere Trojaner aus dem Internet nach und installiert sie im Windows-Verzeichnis als all.exe. Nach Angaben von Microsoft ist der Trojaner derzeit nur wenig verbreitet.

Um sich Delf.DH gar nicht erst einzufangen, empfiehlt Microsoft Active Scripting in der Internet Zone und der lokalen Zone zu deaktivieren. In die Irre führen die weiteren Tipps der Redmonder. So empfehlen sie, die Firewall zu aktivieren und Updates einzuspielen. Allerdings schützt die XP-Firewall überhaupt nicht vor solchen Angriffen. Zudem gibt es derzeit kein Update, das die Lücke stopft.

Siehe dazu auch: (dab)