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Trotz Krise: Hannover Messe mit stabiler Ausstellerzahl

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Die Hannover Messe trotzt der Wirtschaftskrise. Auf der weltgrößten Industrieschau stellen vom 20. bis 24. April 6150 Unternehmen ihre Produkte aus. Damit sei in schwierigen Zeiten das hohe Niveau der Vorjahre erreicht worden, sagte der Vorstandschef der Deutschen Messe AG, Wolfram von Fritsch. Er sprach von einer "robusten und starken" Hannover Messe. Das Top-Thema sei Energieeffizienz. Die Messe wird von Bundespräsident Horst Köhler und dem südkoreanischen Premierminister Han Seung-Soo eröffnet. Südkorea ist in diesem Jahr Partnerland der Messe.

Vor allem der Maschinenbau als Schlüsselzweig der deutschen Industrie leidet derzeit unter massiven Auftragseinbrüchen. Die Branche hofft nun auf eine Aufbruchsstimmung durch die Hannover Messe. Die Unternehmen kämen gerade in schwierigen Zeiten auf die Messe, um sich über neue Produkte zu informieren und Kunden zu treffen, sagte Fritsch. Unter dem Dach der Industrieschau sind 13 Leitmessen zusammengefasst. Zu den Themen zählen neben Energieeffizienz Automation, Antriebstechnik und Windenergie. Fast die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland, die meisten aus Italien und China, gefolgt von Südkorea. Das Land wolle die Messe vor allem als Sprungbrett nutzen, um auf dem europäischen Markt verstärkt Fuß zu fassen, sagten Vertreter südkoreanischer Industrieverbände. Südkorea will vor allem Robotik, Autos und Anlagenbau zeigen.

Im Vorjahr hatte die Hannover Messe knapp 5100 Unternehmen als Aussteller, allerdings fanden einige Leitmessen nicht statt. Zur vergleichbaren Messe 2007 kamen rund 6400 Aussteller.

Anders als die Hannover Messe hatte die weltgrößte Computermesse CeBIT in diesem Jahr einen drastischen Aussteller- und Besucherrückgang verzeichnet. Die beiden Messen sind die wichtigsten Veranstaltungen der Messegesellschaft, deren wirtschaftliche Lage angespannt ist. Im Jahr 2008 schrieb die Messe AG einen Verlust von etwa 14 Millionen Euro. Die Gesellschaft hat durch das selten ausgelastete, riesige Messegelände Überkapazitäten und steht in einem scharfen Wettbewerb.

Die beiden Haupteigentümer, das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover, hatten vor Kurzem eine Finanzspritze von 250 Millionen Euro für die Messe beschlossen. Die Messegesellschaft will nun in neue Projekte investieren, etwa in neue Messen in Dubai und Moskau. Zugleich sollen die Kosten um zehn Prozent gesenkt werden. Zudem gibt es einen Stellenabbau.

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(dpa) / (jk)