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Trotz Leck: Gersts Raumschiff voll tauglich für Rückflug

In einer der Rückflugkapseln auf der Internationalen Raumstation wurde ein kleines Leck entdeckt und später gestopft. Gefahr für den Rückflug besteht nicht.

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(Bild: NASA)

Das russische Raumschiff ist nach Einschätzung der Raumfahrtbehörde Roskomos trotz Beschädigung voll tauglich für den Rückflug des deutschen Astronauten Alexander Gerst von der ISS zur Erde. Bis zur geplanten Rückkehr im Dezember könne die Sojus MS-09 auch uneingeschränkt als Rettungskapsel dienen, teilte Roskosmos am Mittwoch in Moskau mit. Das Loch liegt in einem Bereich, der vor der Landung sowieso abgesprengt wird.

Gerst war im Juni in der Kapsel zur Internationalen Raumstation geflogen und soll im Dezember in ihr zurückkehren. Am 30. August wurde in der Sojus MS-09 ein winziges Bohrloch entdeckt, das in der ISS einen leichten Druckabfall verursachte. Das Leck wurde versiegelt. Russische Experten suchen weiter nach der Ursache des Lochs. Neue Angaben dazu machte Roskosmos aber nicht.

Wenn sechs Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten, sind immer zwei russische Sojus-Kapseln angedockt. Roskosmos teilte am Mittwoch die nächsten Schichtwechsel mit: Am 4. Oktober soll die Sojus MS-8 mit Oleg Artjomow (Russland), Richard Arnold und Andrew Feustel (beide USA) zur Erde zurückkehren. Am 11. Oktober startet Sojus MS-10 mit Alexej Owtschinin (Russland) und Nick Hague (USA) zur ISS. Ein Platz in der Dreierkapsel bleibt leer. Gersts Rückflug ist vorläufig für den 13. Dezember geplant.

Alexander Gerst zum zweiten Mal auf der ISS (20 Bilder)

Gerst und seine beiden Kollegen zurück auf der Erde
(Bild: NASA/Bill Ingalls)

(mho)