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Tschechischer Geheimdienst von "Daten-Leck des Jahrzehnts" betroffen

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Aus der Wirtschaftsabteilung des tschechischen Nachrichtendienstes BIS sind offenbar brisante Daten über Wirtschaftsspionage an die Öffentlichkeit gelangt, darunter die Klarnamen von Agenten. Der Verlust sei aufgefallen, weil Teile der sensiblen Daten in Unternehmerkreisen auftauchten, berichtet das News-Portal Aktualne.cz. Es handele sich um das "Daten-Leck des Jahrzehnts".

Laut Radio Prag hat die Geheimdienst-Abteilung die Aufgabe, die wirtschaftlichen Interessen des Staates zu schützen. Dazu gehörten etwa die Überprüfung der Empfänger von staatlichen Aufträgen, die Überwachung von Sicherheitsfragen bei Privatisierungen und die Kontrolle von Finanzgesellschaften.

Unklar ist bislang, wie es zu der Sicherheitspanne kam. Den Angaben zufolge sind IT-Sicherheitslücken ebenso möglich wie ein Diebstahl durch einen BIS-Mitarbeiter. "Die Situation sieht ernst aus", sagte der Leiter des Kontrollausschusses im Prager Parlament, Jeronym Tejc. Der Geheimdienst wollte sich bislang nicht zu dem Fall äußern. (pmz)

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