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Twitch eröffnet Musikdatenbank zur Untermalung von Videos

Der Video-Streamingdienst Twitch bietet 500 Songs für die juristisch unproblematische musikalische Untermalung von Videos auf der Plattform an. Musiker sollen die Plattform zudem für Live-Konzerte nutzen können.

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Videodienst Twitch eröffnet Datenbank mit lizenzfreier Musik

Twitch richtet sich vor allem an Spielefans.

(Bild: Screenshot)

Der primär für Spieler gedachte Streaming-Dienst Twitch bietet seinen Mitgliedern ab sofort eine Musikdatenbank, aus der sich Nutzer bei der Untermalung ihrer Videos und Streams – auf der Plattform – frei bedienen können. Darin finden sich über 500 Songs von aufstrebenden oder bereits etablierten Labels, darunter Mad Decent, Dim Mak, Spinnin’ Records, OWSLA, Monstercat oder Fool’s Gold.

In der Twitch Music Library können sich Nutzer eine Hintergrundmusik für ihr Video aussuchen.

(Bild: Twitch)

Im vergangenen Jahr hatte das zu Amazon gehörende Twitch ein automatisches Erkennungssystem für die in Videos verwendete Musik eingeführt, um damit lizenzrechtlich geschützte Songs aufzuspüren. Den Machern der Videos will der Dienst mit der neuen Twitch Music Library eine Möglichkeit bieten, rechtlich unbedenkliche Hintergrundmusik für ihre Streams auszuwählen.

Zudem möchte Twitch die bereits 2014 eingeführten Kategorie "Music" weiter ausbauen, um das Netzwerk für Musiker interessanter zu machen. Diese können Twitch als Streaming-Plattform für ihre Auftritte nutzen. Bei der aufgeführten Musik muss es sich jedoch um selbst komponierte Stücke handeln. Musiker, die ihre Auftritte live auf Twitch ausstrahlen, sollen mit ihren Fans über Chats kommunizieren können.

Twitch stellt darüber hinaus Konzerte und Musik-Festivals von professionellen Künstlern in Aussicht, auch Radio-Shows sollen angeboten werden. Mit Monstercat FM steht bereits ein Radiosender zur Verfügung, der 24 Stunden am Tag auf Twitch sendet. In einer FAQ listet Twitch Anforderungen für eine Teilnahme an der neuen Musik-Kategorie auf.

Bislang hatte sich Twitch auf die Übertragungen von PC- und Videospielen konzentriert. Das Unternehmen erklärt nun, man sei sich bewusst, dass die Musik-Kategorie eingefleischte Gamer irritieren könnte. Der Fokus liege auch weiterhin auf Videospielen, Musik sei lediglich als Bereicherung des Dienstes gedacht. (mho)