Twitter: Accounts von "guten" Bots müssen gekennzeichnet werden

Damit Twitter-Nutzer "gute" Bots erkennen können, müssen Developer, die die Twitter-API für ihren Bot benutzen, den Account kennzeichnen.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

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Twitter-Accounts, die Twitters Developer Tools verwenden, um automatisch Posts abzusetzen, müssen künftig von den Entwicklern als Bot-Accounts gekennzeichnet sein. Das geht aus einem Beitrag von Dienstag in Twitters Developer-Blog zu den bestehenden Regeln für Entwickler hervor, die die Twitter-API verwenden.

"Nicht alle Bots sind schlecht", schreibt Donald Hambock,Head of API Policy in dem Blogbeitrag. Damit Nutzer die "guten" Bots erkennen können, müssen Entwickler in ihrer Biografie oder ihrem Profil deutlich machen, ob es sich um einen Bot handelt oder nicht. Dazu gehören Informationen, dass es sich um einen Bot-Account handelt, was der Account soll und welche Person genau hinter dem Bot-Account steckt. Twitter-Nutzer sollen so einfacher erkennen können, ob Tweets von einem Bot oder einer realen Person abgesetzt werden.

Nach Angaben von Twitter sind Bot-Accounts solche, die nicht von einem Menschen bestückt werden, der die Beiträge immer manuell erstellt, veröffentlicht und mit den Tweets und Direct Messages anderer Nutzer interagiert. Bot-Accounts ahmen das menschliche Verhalten nur automatisch über die Twitter-API nach.

Twitter-Bots werden oft missbräuchlich verwendet, um Spam zu verbreiten, Meinungen zu manipulieren oder andere Nutzer zu belästigen. Twitter hatte bereits Mitte 2018 damit begonnen, Spam und böswillige Bots zu identifizieren. Dazu werden Twitter-Accounts automatisiert beobachtet, ob sie ein auffälliges Verhalten zeigen – wie etwa das massenhafte Absetzen von Tweets oder Kommentaren. Daran dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern, denn Entwickler dürften böswillige Bots wohl kaum freiwillig markieren. Sie müssen auch weiterhin damit rechnen, dass die entsprechenden Accounts von der Twitter-Plattform ausgeschlossen werden.

Im Gegensatz zu den schlechten Bots gibt es auch "gute" Twitter-Bots, die beispielsweise an das Trinken von Wasser erinnern, zu mehr Bewegung oder zu Achtsamkeitsübungen auffordern.

Bereits Ende 2018 hatte die Bundesregierung eine Kennzeichnungspflicht für Social Bots in Erwägung gezogen. (olb)