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Twitter: Alternative Clients unerwünscht

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Twitter-Clients von Fremdherstellern sind den Machern des Microblogging-Dienstes ein Dorn im Auge. Dem tragen nun auch die überarbeiteten Nutzungsbedingungen für die Programmierschnittstelle Twitter-API Rechnung.

Twitter Plattform-Chef Ryan Sarver lässt keine Zweifel daran, dass man mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche in den eigenen Apps für iOS, Android und Windows Phone ein "Consistent User Experience" schaffen und dafür die Anzahl der inoffiziellen Twitter-Clients reduzieren wolle.

Entwickler, die bereits jetzt die Twitter-API nutzen, müssen erst einmal nichts befürchten. Für die Zukunft sollen sich externe Firmen aber auf ihre Zusatzdienste rund um Twitter konzentrieren. Apps, die die Funktionen der offiziellen Clients nachbauen, sind explizit nicht mehr erwünscht.

Laut Sarver weist Twitter derzeit wöchentlich hunderte von Apps zurück, die die API nutzen wollen – angeblich zum Schutz von Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer. Client-Apps, die sich nicht an die Twitter-Design-Regeln halten, würden die Nutzer seiner Einschätzung nach verwirren. Einige der Nebenbuhler wie etwa Tweetie hatte Twitter schlicht und ergreifend gekauft.

Rund 90 Prozent der Twitter-Benutzer verwenden laut Sarver offizielle Clients "auf einer monatlichen Basis". Dieser letzte Zusatz macht die Angabe aber wenig aussagekräftig, weil sie keinen Rückschluss auf die Beliebtheit alternativer Clients zulässt. (bbe)