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Twitter-Chef hält am 140-Zeichen-Limit fest

Twitter-Erfinder und -CEO Jack Dorsey verkündete in einem TV-Interview, dass es doch keine längeren Tweets mit bis zu 10.000 Zeichen geben wird.

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Jack Dorsey

(Bild: dpa, Andrew Gombert)

Die Überlegungen, bei Twitter das Limit auf 140 Zeichen zu kippen, sind laut Firmenchef Jack Dorsey vom Tisch. "Es bleibt. Es ist eine gute Beschränkung für uns", sagte Dorsey am Freitag in einem TV-Interview dem amerikanischen Sender NBC. Die Obergrenze von 140 Zeichen pro Tweet geht darauf zurück, dass Twitter bei der Entwicklung vor zehn Jahren zunächst auf SMS-Basis lief. Das Format hatte sich bei dem Online-Kurznachrichtendienst aber eingebürgert und blieb auch nach der Abkehr vom SMS-Modell bestehen. Nur bei den direkten Nachrichten von Nutzern zu Nutzern sind längere Twitter-Nachrichten möglich: Seit September 2015 dürfen diese bis zu 10.000 Zeichen lang sein.

Mitgründer Dorsey hatte eine Abschaffung der Beschränkung für Tweets vor gut zwei Monaten selbst ins Gespräch gebracht. Er gab damals zu bedenken, dass Nutzer auch längere Texte veröffentlichen wollten und dafür als Ausweichlösung häufig Screenshots hochladen würden. Twitter werde Dinge ausprobieren, die Nutzer haben wollten, erklärte Dorsey.

Dorsey will Twitter für Einsteiger attraktiver machen, um das schwächelnde Wachstum anzukurbeln. Zuletzt war die Zahl aktiver Nutzer zurückgegangen. Vor einem Monat hat Twitter eingeführt, dass sich Beiträge nicht nur chronologisch sondern auch nach Relevanz anzeigen lassen, wie es bei vielen anderen sozialen Netzwerken üblich ist. Der Dienst feiert am Montag seinen zehnten Geburtstag – am 21. März 2006 hatte Dorsey die erste heute auffindbare Twitter-Nachricht "just setting up my twttr" verschickt. (chh)

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