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Twitter: Neue 2-Faktor-Authentifizierung und weltweit Antworten ausblenden

Twitter ermöglicht nun Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht nur per SMS, außerdem wird die neue "Antworten ausblenden"-Funktion weltweit verfügbar.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

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Twitter macht die doppelte Absicherung des Nutzerkontos beim Einloggen nicht länger von der Handynummer abhängig. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) funktioniert nun auch nur mit einer Authenticator-App auf dem Smartphone oder einem FIDO2-USB-Stick am Rechner. Die bisher notwendige Angabe einer Handynummer entfällt. Die gewählte 2FA-Methode muss in jedem Fall in den Einstellungen des Twitter-Kontos aktiviert werden, bevor man sich damit anmelden kann.

Viele Twitter-Kunden hatten die mit der Handynummer verknüpfte Authentifizierungsmethode per SMS nicht genutzt, weil sie Sicherheitsbedenken hatten. Angreifern ist es schon vielfach gelungen, sich beim Provider im Namen ihres Opfers eine Ersatz-SIM-Karte zu bestellen, dessen SIM-Karte zu kopieren oder eine bestellte Karte abzufangen. Per SMS könnten sie dann bei Twitter einen Code zum Zurücksetzen des Passworts anfordern und das Konto des Opfers übernehmen.

Auf ähnliche Weise war im Spätsommer auch der Account von Twitter-Chef Jack Dorsey gekapert worden. Zudem nutzten die Angreifer eine Funktion, Tweets über SMS abzusetzen, die daraufhin vorübergehend gesperrt wurde. Durch die Änderung ist nun 2FA möglich, ohne ein Risiko durch das Hinterlegen der Handynummer eingehen zu müssen.

Im Oktober war zudem bekannt geworden, dass Twitter Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die von Nutzern für 2FA-Zwecke bei Twitter hinterlegt worden waren, für Werbezwecke genutzt hat – ein Versehen, wie das Unternehmen beteuerte.

Die verschiedenen 2FA-Möglichkeiten basieren auf WebAuthn (Web Authentication). Diese Authentifizierungsmethode hat das zuständige Standardisierungsgremium W3C (World Wide Web Consortium) offiziell zu einem Internet-Standard erhoben. WebAuthn-Tokens lassen sich nicht nur für 2FA verwenden, sondern auch zum passwortfreien Login bei Onlinediensten nutzen. FIDO2-Login unterstützt Twitter dabei schon seit Mai 2019.

Darüber hinaus hat Twitter bekannt gegeben, dass die Funktion "Antworten ausblenden" nach Testläufen in Kanada, den USA und Japan nun auf der ganzen Welt verfügbar wird. Man habe gute Erfahrungen mit der Funktion gemacht, mit der Nutzer einzelne Replies auf eigene Tweets gezielt ausblenden können. So lassen sich Antworten, die vom Thema ablenken oder Beleidigungen oder Hassrede enthalten, zunächst für alle Nutzer verbergen – wer sie dennoch sehen will, kann sie mittels eines grauen Symbols im Originaltweet wieder sichtbar machen.

Twitter will so Nutzern nach eigenen Angaben mehr Kontrolle über Gespräche geben, die sie beginnen - gleichzeitig allen anderen aber nicht die Möglichkeit nehmen, die gesamte Konversation zu sehen. Das Stummschalten von Konversationen und das vollständige Blockieren von Nutzern bleiben daneben als Reaktions- und Sanktions-Optionen unverändert bestehen.

Der Kurznachrichtendienst plant außerdem für 2020, weitere ähnliche Funktionen einzuführen, darunter zum Beispiel die Möglichkeit, sich selbst aus Konversationen zu entfernen, Mentions und Retweets zu blockieren und Tweets eingeschränkt auszuspielen, etwa nach Hashtag, Interesse oder an bestimmte Freunde. (Mit Material der dpa) / (siko)