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Twitter-Übernahme: auch Salesforce will nicht

Nach Disney, Google und Apple will nun auch der letzte Interessent Salesforce Twitter nicht kaufen. Die Twitter-Aktie fällt dadurch weiter und ist jetzt deutlich weniger wert als vor Beginn der Spekulationen.

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(Bild: dpa, Arno Burgi)

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Twitter ist nach wochenlangen Spekulationen über eine mögliche Übernahme wieder auf sich allein gestellt. Der SAP-Rivale Salesforce, der als letzter potenzieller Käufer für den schwächelnden Kurznachrichtendienst galt, winkte ab: "es hat einfach nicht gepasst", sagte Salesforce-Chef Marc Benioff der Financial Times. Der Verkaufsprozess sei damit so gut wie tot, schrieb die Zeitung unter Berufung auf das Umfeld der Twitter-Chefetage. Die Twitter-Aktie sackte daraufhin im US-Handel am Freitag um gut fünf Prozent ab – für das Salesforce-Papier ging es um über fünf Prozent aufwärts.

Der amerikanische Spezialist für Cloud-Software galt als einer der hartnäckigsten Interessenten für Twitter, das in einer Wachstumsflaute steckt und nicht aus den roten Zahlen herauskommt. Salesforce ist mit der jetztigen Absage das einzige Unternehmen, das sich bisher öffentlich zu den Verkaufsgerüchten um Twitter äußerte. Zuletzt waren der Internet-Riese Google und der Unterhaltungskonzern Disney abgesprungen.

Die Twitter-Aktie war in den vergangenen Wochen durch die Spekulationen steil auf rund 25 Dollar gestiegen, war aber schon nach Berichten über das Desinteresse der anderen mutmaßlichen Interessenten wieder zurückgefallen. Jetzt liegt der Kurs mit 16,88 deutlich unter dem vor Beginn der Gerüchte. Twitters Berater schauten sich zwar weiterhin nach möglichen Käufern um, schrieb die Financial Times. Salesforce sei aber der letzte verbliebene ernsthafte Interessent gewesen.

Mitgründer Jack Dorsey, der vor rund einem Jahr wieder zum Firmenchef ernannt wurde, könnte nun freiere Hand bei seinen Umbauplänen für Twitter bekommen. Er hatte das Ziel ausgegeben, Twitter stärker zum Ort zu machen, an dem sich Menschen über aktuelle Ereignisse informieren und will noch mehr auf Video setzen. So zeigt Twitter in den USA Donnerstags-Spiele der Football-Liga NFL. Und zuletzt wurde die Livestreaming-App Periscope für das Einspeisen von Übertragungen in professioneller Qualität geöffnet. (jow)