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Technology Review

Twitter bringt Toolkit für das "Internet der Dinge"

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Warum sollen nur Computer, Smartphones und Tablet-Rechner Kurznachrichten versenden? Eine Kuckucksuhr zum Beispiel könnte ebenfalls Tweets ins Netz schicken – findet jedenfalls Twitter. Der Online-Dienst demonstriert nun anhand einer zwitschernden Standuhr ein Toolkit, mit dem beliebige Objekte Teil des sozialen Netzwerks werden können, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Entworfen wurde die "Flock" genannte Uhr gemeinsam mit der Londoner Technologieberatung Berg. Die Flock reagiert auf einlaufende Tweets auch, indem sich ihre Holzfiguren bewegen.

Das Toolkit soll es Herstellern von Verbraucherelektronik leichter machen, "vernetzte Produkte" herzustellen und zum "Internet der Dinge" hinzuzufügen. Als das Konzept in den 1990er Jahren ersonnen wurde, war es eine Zukunftsvision. Dank fallender Preise für Chips, Empfänger und Transmitter sowie der Allgegenwart drahtloser Netze beginnt es nun, Realität zu werden. Alltagsobjekte im Haushalt oder Dinge im öffentlichen Raum sollen nützliche Daten sammeln und ins Netz senden.

Noch seien die technischen Hürden zu hoch, um Innovationen für das Internet der Dinge rasch umzusetzen, sagt Matt Webb, CEO von Berg. "Unser Ziel ist, dass Sie bis zum fertigen vernetzten Produkt nur noch einen Tag brauchen." Das Enwicklungspaket Berg Cloud enthält zwei kleine Platinen und Mikrocontroller, die auf verschiedene Web-Schnittstellen zugreifen können. Über die kann ein Mikrocontroller Daten von Internetanwendungen empfangen und an diese zurücksenden. Ein anderes Element in dem Paket, eine so genannte Bridge, sorgt für die Verbindung mit drahtlosen Netzwerken. Mit Hilfe einer Bedienoberfläche namens Remote können Nutzer von Smartphones – iPhones, Android- und Windows-Phone-Geräte – das System steuern.

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(bsc)