Twitter dementiert Hackerangriff

Nicht Hacker sollen am gestrigen Abend für einen Ausfall der Zwitscher-Plattform gesorgt haben, sondern Fehler in den Systemen, erklärte der Mikroblogging-Dienst.

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Von
  • dpa

Die Website und Teile der mobilen Dienste von Twitter waren am Donnerstagabend ab 18 Uhr deutscher Zeit vorübergehend nicht verfügbar. Die Ausfälle zogen sich nach Firmenangaben bis kurz nach 20 Uhr hin. Dabei war nicht der sonst bei Systemproblemen eingeblendete "Fail Whale" zu sehen, sondern die Server reagierten gar nicht mehr, es kam zum "Time Out". Nach Ansicht der Analysefirma Pingdom war es die schwerste Panne von Twitter seit Monaten. Das früher reichlich instabile Twitter gilt mittlerweile als sehr zuverlässig.

"Was ein Tag!" entfuhr es dem Kundendienst, als die Systeme wieder liefen. Eine Hackergruppe hatte – natürlich auf Twitter – behauptet, für die Störungen verantwortlich zu sein. Das Unternehmen widersprach jedoch. Auch seien nicht der Umzug in ein neues Gebäude, animierte GIF-Avatare oder die Fußball-EM schuld. Ein Fehler habe sich in den Systemen kaskadierend ausgebreitet, hieß es im firmeneigenen Blog. Ins Detail geht Twitter jedoch nicht. Der Mikroblogging-Dienst beteuerte, in den vergangenen sechs Monaten fast zu hundert Prozent verfügbar gewesen zu sein.

Über die Auswirkungen der Störung war die Nutzerschaft getrennter Auffassung. Einer meinte: "Als Twitter ausgefallen war, ist die Produktivität hochgegangen." Ein anderer war sich dessen weniger sicher: "Als Twitter ausgefallen war, wurden 70 Millionen Arbeitsstunden durch das Drücken der Aktualisieren-Taste verschwendet."

Den Nutzern ist dazu einiges eingefallen. Unter dem Hashtag #WhileTwitterWasDown nahmen hunderte Schreiber die technische Panne auf die Schippe. "Als Twitter ausgefallen war, dachte ich, dass die Welt untergeht", schrieb ein Nutzer. "Als Twitter ausgefallen war, musste ich Facebook nutzen", ulkte ein anderer. Ein dritter scherzte: "Als Twitter ausgefallen war, war immer noch niemand auf MySpace." (anw)