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Twitter führt Warnmeldungen für Katastrophenfälle ein

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Twitter führt Notfall-Nachrichten für Katastrophenfälle ein. Organisationen wie das Rote Kreuz oder die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA können künftig Twitter-Nachrichten als "Alert" markieren, teilte der Kurzmitteilungsdienst mit. Nutzer, die diese Achtungsmeldungen abonniert haben, bekommen die Nachrichten als SMS auf ihr Handy geschickt.

Warn-Tweets sollen mit einer orangefarbenen Glocke gekennzeichnet werden

(Bild: Twitter)

Im Tweetstrom sollen die Warnmeldungen mit einer orangefarbenen Glocke hervorgehoben werden. Die Funktion solle "in Notfällen, bei Naturkatastrophen oder in Momenten, wenn andere Kommunikationsdienste nicht erreichbar sind" wichtige Informationen verbreiten, erklärte Twitter-Managerin Gaby Pena.

Twitter hat bislang mehr als 70 Hilfsorganisationen und Behörden ins Boot. Dazu gehören das US-Seuchenschutzzentrum und der US-Geologiedienst, der Erdbeben misst. Neben Behörden aus den USA sind auch Stellen in Japan und Südkorea dabei. Weitere Stellen weltweit sollen folgen, hieß es. Das Netzwerk will sich offenbar auf Behörden und Hilfsorganisationen konzentrieren; andere Anlaufstellen wie etwa Medien wurden nicht erwähnt.

US-Behörden benutzten Twitter bereits während vergangener Naturkatastrophen als Kommunikationskanal. So verschickte die Katastrophenschutzbehörde FEMA während des Hurrikans Sandy 2012 Tweets. In Deutschland wurden nach dem Elbe-Hochwasser im Sommer im Internet Hilfsaktionen organisiert, Webseiten meldeten, wo Sandsäcke und Helfer gebraucht wurden. Außerdem betreiben Kommunen und andere Organisationen Dienste via SMS wie das Katastrophen-Warnsystem Katwarn.

Bund und Länder hatten sich 1992 geeinigt, die Bevölkerung nicht mehr mit Sirenen, sondern per Rundfunk zu warnen. Seitdem wurde das früher aus rund 100.000 Sirenen bestehende Netz wesentlich dünner. Für die flächendeckende Warnung der Bevölkerung im Verteidigungsfall ist der Bund zuständig. Er ließ ein satellitengestütztes Warnsystem "SatWaS" installieren. Mit diesem werden ins Fernsehbild Nachrichtenbänder eingespeist, Radiosendungen mit einer Warndurchsage unterbrochen. Forscher am Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT in Euskirchen wollen die Bevölkerung in Zukunft mit hupenden Autos warnen und dafür SatWaS mit dem von der EU-Kommission in diesem Juni auf den Weg gebrachten Notrufsystem eCall verbinden. (mit Material der dpa) / (anw)

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