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Twitter sperrt kubanische Medien, Journalisten, Beamte

Dutzende kubanische Konten hat Twitter gesperrt als Kubas Präsident eine Rede hielt. Alle Inhaber sollen Regeln gebrochen haben.

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(Bild: Screenshot)

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Kubas Journalistengewerkschaft zürnt Twitter. Mittwochnachmittag (Ortszeit) hat Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel eine Rede gehalten, in der er Treibstoffmangel bestätigte und die Schuld den USA gab. Deren Sanktionen gegen Venezuela würden Kubas Treibstoffversorgung beeinträchtigen. Kurz vor der Rede sperrte Twitter auf einen Schlag dutzende kubanische Konten, darunter solche staatlicher Medien und dort beschäftigter Journalisten.

Außerdem betroffen sind kubanische Behörden und hochrangige Beamte. Twitter gibt an, die Kontoinhaber hätten Twitters Vorschriften missachtet. Es sei verboten, Konversationen durch Einsatz mehrerer Konten künstlich zu stören oder ihnen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Der genaue Grund sei den Betroffenen mitgeteilt worden, werde aber nicht veröffentlicht.

Laut Journalistengewerkschaft UPEC werden Twitter-Konten kubanischer Journalisten und Medien immer wieder gesperrt. "Neu ist die Massivität dieses Cyberkriegsaktes, offensichtlich geplant, mit dem versucht wird, die freie Meinungsäußerung kubanischer Einrichtungen und Bürger zu beschränken und die Führer der Revolution zum Schweigen zu bringen", schreibt UPEC auf der Webseite Cubadebate. Deren Twitterkonto sei bereits seit 6. September gesperrt. (ds)