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Twitter überarbeitet Kamera-Funktion und testet Prototyp-App

Twitter überarbeitet Kamera-Funktion und testet Prototyp-App

Twitter erweitert die Kamera-Funktion in seiner App, damit die Nutzer mehr Bilder und Videos posten. Außerdem testet der Dienst eine neue App: twittr.

Twitter macht einen auf Snapchat und Instagram: Die Kamera-Funktion innerhalb der App soll eine wichtigere Rolle spielen. Twitter will seine Nutzer ermutigen, mehr Bilder und Videos via Smartphone zu posten ("See it? Tweet it!"). Dazu wurden neue Funktionen eingeführt, die aus anderen Apps bekannt sind. So dürfen Twitter-Nutzer ihre Fotos und Videos nun beschriften und mit Hashtags und Ortsmarken versehen – wie bei Instagram-Stories. Zudem lässt sich die Kamera innerhalb der Timeline mit einem einfachen Wisch nach links öffnen. Die überarbeitete Kamera-Funktion soll in den kommenden Tagen für alle Nutzer verfügbar sein.

Twitter testet außerdem den Prototyp einer neuen App. Die heißt "twittr", in Anlehnung an den allerersten Tweet [1] von Twitter-Gründer Jack Dorsey. Er schrieb am 21. März 2006: "just setting up my twttr". Die App soll die Konversationen auf der Plattform verbessern. Es soll leichter werden, einen Gesprächsablauf (also eine Reihe von Tweets) zu verfolgen. Dazu werden verschiedene Darstellungsformen ausprobiert. Zukünftig will Twitter weitere Ideen und neue Funktionen in dieser Test-App ausprobieren und das Feedback auswerten.

Twitter-Mitgründer Biz Stone schrieb [2] über die neue twitter-App: "Der Vogel ist aus dem App-Icon geflogen, es soll nun vor allem Einfachheit repräsentieren." Kritiker fordern, dass Twitter lieber die Nazis von der Plattform werfen solle – und nicht den Vogel aus dem Logo. Die Änderungen geschehen unter dem Motto "healthy conversation", gesunde Unterhaltung. "Let's have a Convo", fordern die Twitter-Macher, "lasst uns reden".

Die Anzahl der Antworten ("Engagements") soll in den Hintergrund rücken, was Twitter ein bisschen freundlicher macht – so die Hoffnung. Es soll stärker um Inhalte gehen und nicht darum, wie viel Resonanz ein Tweet bekam. (Wenngleich die Zahlen weiterhin ausgewiesen werden, sie sind aber nicht mehr auf den ersten Blick zu sehen.) Viele Änderungen sind möglich, nichts steht endgültig fest. Die App befindet sich in einem frühen öffentlichen Beta-Test. Interessenten können sich um einen Zugang [3] bewerben. (dbe [4])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4335558

Links in diesem Artikel:
[1] https://twitter.com/jack/status/20?lang=en
[2] https://twitter.com/biz/status/1105207086491688960
[3] https://survey.twitterfeedback.com/survey/selfserve/53b/190114#?
[4] mailto:dbe@ct.de