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Twitter will Maßnahmen gegen Deepfakes ergreifen

Mit böswilliger Absicht manipulierte Medien haben auf Twitter nichts zu suchen, deshalb plant Twitter, neue Richtlinien herauszubringen.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

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Twitter will neue Richtlinien zur Bekämpfung von Deepfakes einführen, insbesondere, wenn sie "die physische Sicherheit einer Person gefährden oder zu Offline-Schäden führen könnten". In einem Tweet teilte Twitter mit, dass der Dienst derzeit daran arbeite, spezielle Regeln für "synthetische und manipulierte Medien" zu erstellen. Gemeint sind damit Fotos, Videos und Audiodateien, die erheblich manipuliert wurden, um den Nutzern Ereignisse vorzugaukeln, die nie stattgefunden haben.

Der Grund dafür, dass sich Twitter mit dem Thema beschäftigt, sei der mögliche Schaden, der durch über Twitter geteilte Deepfakes entstehen könnte. Bevor jedoch neue Richtlinien eingeführt werden, setzt Twitter auf die Mithilfe der Benutzer. Dazu wolle das Unternehmen in den kommenden Wochen eine Feedback-Phase beginnen. Erst danach sollen die noch im Entwurf befindlichen Richtlinien in Kraft treten.

Auch andere soziale Netzwerke kämpfen mit der Verbreitung von Deepfakes, mit denen gezielt Verunsicherung gestreut und Meinungsmache in den Communities betrieben wird. So wurden auf Facebook beispielsweise geschickt zusammengeschnittene Videos mit der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, veröffentlicht, auf der Pelosi unzusammenhängend zu stammeln schien oder betrunken wirkte.

Da Facebook-Chef Mark Zuckerberg zunächst kein Interesse zeigte, gegen die Veröffentlichung von manipulierten Videos auf Facebook vorzugehen, veränderten zwei Künstler zusammen mit einer Werbeagentur ein Video einer Nachrichtensendung, in dem sie Mark Zuckerberg eine Botschaft zu ihrem Kunstobjekt in den Mund legten, das die "Geheimnisse der Digital-Beeinflussungsindustrie" kritisiert. (olb)