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Tyan setzt Chipsatz von Broadcom/ServerWorks ein

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Nach den Server-Herstellern IBM (e326m) und Fujitsu Siemens (RX220) sowie den Mainboard-Herstellern Arima und Supermicro setzt nun auch Tyan auf den HyperTransport-Chipsatz HT-1000 der Broadcom-Marke ServerWorks. Das neue Server-Mainboard Tiger K8SSA (S3870) ist für zwei Opterons der 200er-Baureihe im Sockel-940-Gehäuse ausgelegt und kommt trotzdem mit dem ATX-Format aus – die meisten Dual-Opteron-Serverboards nutzen das Extended-ATX- oder SSI-EEB-Format und passen deshalb nur in größere Gehäuse.

Tyan nutzt die integrierten PCI-X- und PCI-Brücken sowie den RAID-tauglichen SATA-II-Controller des HT-1000-Bausteins. Außerdem stehen sechs DIMM-Slots für PC3200R-Speicherriegel bereit sowie zwei GBit-Ethernet-Adapter und ein XGI-Grafikchip. Über kompakte Hostadapter-Module aus Tyans Taro-Serie sollen sich etwa auch SAS-Ports nachrüsten lassen.

Obwohl das Angebot an Mainboards für Sockel-939- und Sockel-940-Opterons wächst – so haben außer Tyan, Foxconn, Iwill und Supermicro beispielsweise mittlerweile auch Asus und Gigabyte Ein- und Zwei-Sockel-Boards mit Nvidia-Professional-Chipsatz im Programm – sind bestimmte Nischen noch kaum besetzt: Bis auf Supermicro offeriert niemand Ein-Opteron-Serverboards mit PCI-X-Steckplatz, die es für den konkurrierenden Pentium D schon in größerer Auswahl gibt. Damit ist es für Server-Hersteller schwierig, im wachstumsstarken Bereich der preiswerten Dual-Core-Systeme mit einem AMD-System gegen die Intel-Übermacht anzutreten – es sei denn, sie greifen zu simplen Desktop-Boards, die nicht für kontinuierlichen Volllast-Einsatz ausgelegt sind und denen einige typische Serverboard-Funktionen (etwa Fernwartung, Konsolenumleitung, ECC-Fehler-Protokollierung, erweiterte Garantie) fehlen. (ciw)