UEFI-Firmware-Bug zerstört Notebooks

Aufgrund eines Fehlers in der UEFI-Firmware starten diverse Samsung-Notebooks nicht mehr, wenn Windows oder Linux Daten in der UEFI-Firmware speichern. Wir haben das Phänomen im c't-Labor näher untersucht.

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Von
  • Oliver Diedrich

Alles begann mit einem Eintrag im Ubuntu-Bugtracker: Durch einmaliges Booten von Ubuntu per UEFI wurde ein Samsung-Notebook so beschädigt, dass sich das Gerät nicht mehr starten ließ. Schnell zeigte sich, dass das Problem verschiedene Samsung-Modelle betrifft und nicht Ubuntu-spezifisch ist: Der Kernel-Treiber samsung-laptop, der die Helligkeit des Displays steuert, schien der Schuldige zu sein. Erste Fehlerberichte, in denen der Samsung-Laptop-Treiber als Schuldiger ausgeschlossen werden konnte, weckten allerdings weitere Zweifel – und schließlich konnte der Linux-Entwickler Matthew Garrett den Bug in der Samsung UEFI-Firmware auch unter Windows auslösen.

Wir haben die Angelegenheit im im c't-Labor näher untersucht. Die Samsung-Notebooks werden beschädigt, wenn Daten in UEFI-Variablen gespeichert werden. Der Linux-Kernel macht das beispielsweise, wenn ein Treiber abstürzt – im Ubuntu-Fall war das der Treiber samsung-laptop, der daher zunächst unter Verdacht geriet. Aber auch mit einem simplen Windows-Programm konnten wir ein Samsung-Notebook so beschädigen, dass es nicht mehr startet, wie das Video zeigt:

Hintergründe zu dem Fehler in der UEFI-Firmware und eine Stellungnahme von Samsung finden Sie in dem Artikel "Firmware-Schaden" aus c't 6/13. Das Heft ist seit dem heutigen Montag im Handel erhältlich. (odi)