UMTS-Verbesserungen in iOS 4.2 [Update]

Apple soll mit iOS 4.2.1 auf eine Technik setzen, die zu längeren Akkulaufzeiten im UMTS-Netz führen kann – wenn das Mobilfunknetz den "netzkontrollierten schnellen Ruhezustand" ebenfalls bereitstellt.

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Das iPhone unterstützt laut Nokia Siemens Networks (NSN) mit iOS 4.2.1 die Technik "Network Controlled Fast Dormancy" (netzkontrollierter schneller Ruhezustand), die zu längeren Akkulaufzeiten sowie zu verminderter Auslastung des UMTS-Netzes (3G) beitragen soll. Dies stellte der Netzwerkausrüster fest, der diese Technologie in den eigenen Netzlösungen bereits einführte.

Der wachsende und kontinuierliche Datenabruf von Smartphones lässt gewöhnlich nur zwei Möglichkeiten, erklärt NSN in einem Blogbeitrag: Entweder verbleibt das Gerät zum unmittelbaren Datenabruf stets im "aktiven Modus" und der Akku läuft dadurch schneller leer oder das Smartphone begibt sich nach Datenverbindungen unmittelbar in den Ruhezustand und muss dann jede Verbindung neu aufbauen – dies wiederum belastet das Netz und führt zu Verzögerungen für den Nutzer.

"Fast Dormancy" soll dahingegen einen zwischen diesen zwei Polen liegenden Status des Smartphones bieten, in dem das 3G-Netz durch die verringerten Aufwachanfragen weit weniger ausgelastet wird, Daten unmittelbar abgerufen werden und das Gerät dennoch einen geringeren Akkuverbrauch aufweist, als wenn es ständig aktiv bliebe. Nokias Smartphones integrierten den Standard laut Nokia Siemens Networks bereits im laufenden Jahr, und Apple folgt nun mit iOS 4.2.1.

Sowohl Smartphone als auch Netz müssen den schnellen Ruhezustand unterstützen. Ein Netzbetreiber im Mittleren Osten stellte nach Angabe des Netzwerkausrüsters fest, dass Smartphones in seinem diese Technologie einsetzenden Mobilfunknetz eine Akkulaufzeit von elf Stunden aufwiesen, während der Akku im Netz eines Konkurrenten nur für sechs Stunden gehalten haben soll. Den dabei verwendeten Smartphone-Typ nennt NSN nicht; auch bleibt unklar, ob "Fast Dormancy" durch die neue Modem-Firmware in sämtlichen iPhone-Generationen (ab iPhone 3G) sowie auch auf dem iPad 3G Unterstützung findet.

Update: Im Netz der Telekom Deutschland wird "Network Controlled Fast Dormancy" (NCFD) angeblich unterstützt und es "sollte auf dem iPhone 4 mit der richtigen Version von iOS auch funktionieren", so ein Unternehmenssprecher gegenüber heise online. Vodafone gab an, die Technik "voraussichtlich im nächsten Jahr" einzuführen. "Da wir neben NSN auch noch mit anderen Lieferanten zusammenarbeiten, ist eine Einführung erst dann sinnvoll, wenn dies im gesamten Netz gewährleistet ist", erklärte ein Sprecher von Vodafone Deutschland. Eine Antwort von O2 und E-Plus zur NCFD-Unterstützung steht noch aus. (lbe)