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UMTS- und GSM-Netze von E-Plus und O2 werden zusammengeführt

Der Netzbetreiber Telefónica Deutschland führt im kommenden Jahr die UMTS- und GSM-Netze von O2- und E-Plus zusammen. Die LTE-Netze sollen ab Mitte 2016 gemeinsam genutzt werden können.

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Telefónica setzt die Zusammenführung der Netze von O2 und E-Plus fort. Bislang sind nur die UMTS-Netze für das sogenannte Nationale Roaming freigeschaltet, werden aber getrennt betrieben. Im kommenden Jahr will der Mobilfunkanbieter die beiden Netze vereinigen.

Dazu werden zunächst die GSM- und UMTS-Netze (2G und 3G) zusammengeschlossen. Die Zusammenlegung der LTE-Netze (4G) soll ab Mitte 2016 beginnen. Die Traditionsmarke E-Plus wird mit dem alten Netz verschwinden. Die Netzintegration soll in den urbanen Ballungsräumen beginnen. Im ersten Jahr will Telefónica mit dem neuen Netz bereits 60 Prozent der Bevölkerung erreichen, nach fünf Jahren soll die Integration dann abgeschlossen sein.

Die LTE-Abdeckung von O2 weist noch erhebliche Lücken auf.

Laut Telefónica wurden "die besten Mobilfunkstandorte ausgewählt, die geografisch optimal verteilt sind." Im Klartext bedeutet das vermutlich einen Abbau von redundanten Kapazitäten, auch wenn unterm Strich für jetzige O2- und E-Plus-Kunden ein Zuwachs an Standorten zu verzeichnen sein wird. Vielerorts überschneiden sich die Abdeckungsbereiche von O2 und E-Plus, insbesondere in den Ballungsräumen.

Das LTE-Netz soll weiter ausgebaut werden. Bislang ist LTE bei O2 in ganzen Landstrichen noch nicht verfügbar.

E-Plus deckt mit LTE bislang nur einige Ballungsräume ab. Mit der Integration der Netze und dem Abbau von nicht mehr benötigten Personalkapazitäten will das Management mehr als 5 Milliarden Euro einsparen. (uma)