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US-Akademiker gründen Lizenzierungsplattform für geistiges Eigentum

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Der bekannte Autor und Experte für geistiges Eigentum Lawrence Lessig will gemeinsam mit zahlreichen akademischen Mitstreitern eine Plattform zur Lizenzierung geistigen Eigentums gründen. Das Vorhaben nennt sich "Creative Commons" und soll es Musikern, Filmemachern, Autoren und Programmierern ermöglichen, ihre Wunschlizenzen zusammenzustellen. Ziel ist es, dadurch die freie Nutzung geistigen Eigentums zu fördern und ihre Überführung in den Bereich der Gemeingüter zu vereinfachen -- eine Art Public-Domain-Geburtshilfe sozusagen.

Creative Commons will vorhandenen Lizenzierungsmodellen wie der GNU General Public License keine Konkurrenz machen, sondern gerade dort greifen, wo diese versagen beziehungsweise noch Berührungsängste existieren. Zudem sollen die Lizenzen flexibler handhabbar sein. So sollen Musiker etwa die Möglichkeit haben, festzulegen, dass ihre Songs für nicht-kommerziellen Gebrauch frei kopiert werden können. Sobald sie in einem kommerziellen Rahmen genutzt werden, könnte eine Tantiemen-Zahlung fällig werden, die an Faktoren wie Auflage, Umsatz oder Nutzungsart gekoppelt ist. Eine andere Anwendungsmöglichkeit wäre eine Lizenzierung nur für akademischen Gebrauch.

Der SF Gate berichtet zudem, dass Creative Commons Lizenzinformationen auch in einem maschinenlesbaren Format anbieten möchte. So könnten sich Urheber mit Hilfe der Website möglicherweise nicht nur den nötigen Lizenzvertrag, sondern auch gleich die dazugehörigen XML-Daten zusammenklicken, um die Lizenz-gerechte Weiterverarbeitung ihrer Werke zu garantieren.

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