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US-Bank vermisst Backup-Bänder mit 1,2 Millionen Kreditkarten-Datensätzen

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Nach einem Bericht der Zeitung New York Times vermisst die Bank of America gerade Backup-Tapes, auf denen Kreditkartendaten von rund 1,2 Millionen Mitarbeitern von US-Bundesbehörden gespeichert sind. Unter diesen Kunden befänden sich beispielsweise einige Senatoren. Die Bank habe den Vorfall bestätigt. Eine Sprecherin der Bank of America habe mitgeteilt, dass man nicht von einem Diebstahl ausgehe. "Wir haben keine verdächtigen Aktivitäten bei den betroffenen Konten festgestellt", wird sie von der Zeitung zitiert.

Die Backup-Tapes seien Teil einer Lieferung von einer Filiale zu einer anderen Ende Dezember 2004 gewesen. "Einige Tage später" habe die Bank bemerkt, dass "eine kleine Anzahl der Tapes fehlen". Man habe daraufhin sofort die US-Strafverfolgungsbehörde Secret Service informiert, da diese für die Ermittlung von Kreditkartendiebstählen verantwortlich sei. Nach bisherigem Stand der Untersuchungen sei davon auszugehen, dass die Bänder "einfach beim Transport verloren gingen", erklärte die Sprecherin. Man habe am gestrigen Freitag die betroffenen Kartenininhaber per Brief informiert. Es sei nicht nötig, dass sie ihre Kartendaten ändern.

Bei den Visa-Kreditkarten handle es sich um von der Regierung bereitgestellte Zahlungsmittel. Genutzt werden sie demnach, um Geschäftsreisen zu bezahlen oder dienstliche Einkäufe zu erledigen. Auf den Bändern seien beispielsweise rund 900.000 Visakarten-Datensätze von Mitarbeitern des US-Verteidigungsministeriums. (hob)