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US-Chiphersteller halten 52 Prozent Marktanteil

Europäische Firmen erzielten nur 6 Prozent der weltweiten Umsätze mit Integrierten Schaltungen, ebensoviel wie taiwanische.

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Wafer mit Prozessoren

(Bild: c't/Christof Windeck)

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52 Prozent des Chip-Weltmarks verbuchen US-amerikanische Chiphersteller wie Intel, Micron, Broadcom, Qualcomm und Nvidia. 27 Prozent des Umsatzes mit Integrated Circuits (ICs) entfallen auf koreanische Hersteller wie Samsung und SK Hynix. Es folgt Japan mit 9 Prozent, erst dann kommt Europa mit 6 Prozent – ebenso viel wie Taiwan. Chinesische Firmen konnten bisher nur 3 Prozent des Weltmarkts erobern, auf alle anderen Regionen entfällt zusammen weniger als 1 Prozent.

Anteile am Chip-Weltmarkt 2018 nach Regionen (Daten von IC Insights)

Diese Schätzungen stammen aus dem "McClean Report", benannt nach dem Chef der Beratungsfirma IC Insights, Bill McClean. Er schlüsselt die Umsätze noch weiter auf, nämlich nach den integrierten Halbleiterherstellern (Integrated Device Manufacturers, IDMs) und den Fabless-Firmen ohne eigene Produktion.

Zu den IDMs, die ihre eigenen Entwicklungen in jeweils eigenen Halbleiterfertigungen produzieren, gehören etwa Intel, Samsung, Micron, SK Hynix, Toshiba, TI, Infineon, STMicroelectronics, ON Semiconductor, Fujitsu und NXP. Fabless-Hersteller wie Qualcomm, Broadcom, Nvidia, AMD, Mediatek und Apple lassen ihre Entwicklungen hingegen bei Chip-Auftragsherstellern (Foundries) wie TSMC, Globalfoundries, UMC und X-Fab produzieren. Die Foundry-Umsätze fehlen in der Tabelle, weil diese Firmen nicht selbst als IC-Hersteller auftreten. Allerdings betätigen sich auch manche IDMs als Foundries, etwa Samsung und ON Semi.

Bill McClean erwartet, dass der Höhenflug der Koreaner 2019 einen Dämpfer bekommt: Samsung und SK Hynix konnten 2017 und 2018 vor allem wegen der stark gestiegenen DRAM-Preise deutlich zulegen. Weil die Preise gerade deutlich fallen und auch bei Flash-Speicher ein Preiskampf tobt, wird ihr Anteil am Weltmarkt wohl sinken. Dadurch könnte Intel auch Samsung wieder als umsatzstärksten Chiphersteller der Welt ablösen – obwohl auch Intel mit leichtem Rückgang rechnet. (ciw)