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US-Demokraten wollen 454 Milliarden US-Dollar für "saubere Autos" investieren

Charles Schumer, Führer der Demokraten im US-Senat, erläutert die Pläne für einen Wandel der Autoindustrie, durch den sein Land wieder die Spitze erobern soll.

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Schematische Darstellung der Innereien des Elektroautos Chevrolet Spark von General Motors.

(Bild: gm.com)

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Die Autoindustrie in den USA geht derzeit vom Verbrennungs- zum Elektromotor über. Für die Demokraten in den USA besteht an diesem Transformationsprozess kein Zweifel, nur vollziehe er sich aber zu langsam, beispielsweise seien Elektroautos schlichtweg zu teuer. Sollten sie bei den Wahlen im kommenden Jahr die Mehrheit im Senat erobern, wollen sie mit einem umfassenden Plan die Verkehrswende beschleunigen.

In den zehn Jahren bis 2030 sehen die Demokraten dafür Investitionen von 454 Milliarden US-Dollar vor, erläutert ihr Senatsfraktionsvorsitzender Charles Schumer in einem Gastbeitrag für die New York Times. Der Plan sehe vor, dass 2040 auf US-amerikanischen Straßen keine Verbrenner mehr fahren, sondern nur noch Autos mit "sauberem" Antrieb, wie zum Beispiel Elektroautos.

Das Geld soll unter anderem in Kaufprämien für jene fließen, die ihr herkömmliches Auto durch ein Elektroauto ersetzen. Wenigverdiener sollen dabei einen größeren Preisnachlass bekommen als andere. Das soll nach Rechnung der Demokraten dazu führen, dass 2030 rund 63 Millionen weniger Verbrenner in den USA verkehren.

Charles Schumer

(Bild: schumer.senate.gov, Archiv Charles Schumer)

Die US-Amerikaner sollen dabei ein dichtes Netz an Ladestationen bekommen, so dass sie möglichst in der Reichweite jedes Wohnorts und Arbeitsplatzes einen Ladepunkt vorfinden. Die US-Bundesstaaten und Städte sollen dafür Subventionen erhalten, insbesondere ländliche Gegenden, Gebiete mit vielen Einwohnern niedrigen Einkommens oder anderweitig bislang wenig berücksichtigten Gemeinden.

Außerdem wollen die Demokraten dafür sorgen, dass die USA auf dem Markt für Elektroautos sowohl in der Fahrzeug- als auch in der Batterieproduktion führend werden. Die Autohersteller sollen dabei unterstützt werden, ihre Fabriken auf die Produktion neuer Fahrzeuge umzurüsten oder neue Werke zu errichten. China, wo mehr als die Hälfte der Elektroautos weltweit fahren, habe die USA als größter Autohersteller 2015 überholt. Falls die USA sich von den Chinesen abhängen ließen, würden sie wichtige Möglichkeiten verpassen, mein Schumer.

Nicht zuletzt sei der Wandel der Autoindustrie wichtig für das Klima. Etwa ein Drittel des amerikanischen Kohlendioxides werde im Straßenverkehr ausgestoßen. Die Demokraten wähnen sich der Unterstützung der Umweltorganisationen sicher und wollen deren Interessen mit denen der Autoindustrie und der Arbeitnehmer und Gewerkschaften zusammenbringen, denn ihr Programm solle tausende neue Arbeitsplätze schaffen. (anw)