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US-Einreiseverbot: Google Mitarbeiter diskutierten über Einflussnahme auf Suchergebnisse

Google-Mitarbeiter überlegten Suchergebnisse zu manipulieren, nachdem US-Präsident Trump 2017 ein Einreiseverbot forderte. Das Unternehmen dementiert.

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Google-Schriftzug

(Bild: dpa, Marc Müller)

Auslöser einer Diskussion unter Mitarbeitern des Suchmaschinenanbieters Google war das von US-Präsident Trump 2017 geforderte US-Einreiseverbot für Menschen aus sechs, überwiegend muslimischen, Ländern. Die E-Mails belegen, dass die Google-Leute Ideen diskutiert haben, Suchergebnisse so zu ändern, dass sie Gegnern der Einreiseverbote die gegenseitige Kontaktaufnahme erleichtern. Google hat zwischenzeitlich die Diskussion bestätigt. Zugleich hat das Unternehmen erklärt, weder Suchergebnisse angepasst noch Produkte zugunsten einer politischen Weltsicht modifiziert zu haben.

Das Wall Street Journal berichtet über ähnliche Diskussionen bei Google auch im Hinblick auf andere Ethnien. Google hatte schließlich auf anderer Ebene reagiert und im Februar 2017 mit weiteren Unternehmen vor Gericht eine Stellungnahme zu Trumps Plänen eingereicht. Der Schritt liegt auf der Hand, denn viele Technologieunternehmen in den USA beschäftigen Arbeitskräfte aus der ganzen Welt. Letztlich konnten diese Aktivitäten Trumps Einreiseverbote nicht gänzlich verhindern, so aber doch abschwächen. Bürger aus Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung, Iran, Jemen, Libyen, Somalia und Syrien, bleiben davon betroffen.

(ps)

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