US-Einwanderungsbehörde darf Google-Übersetzer nutzen

Die US-Einwanderungsbehörde ist berechtigt, Social-Media-Profile von Flüchtlingen zu durchsuchen – und nun auch, dafür den Google-Übersetzer zu nutzen.

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(Bild: mentatdgt/Shutterstock.com)

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Mitarbeiter der US-Einwanderungsbehörde dürfen offiziell Googles Übersetzer nutzen, um sich ein Bild von Flüchtlingen und potenziellen Einwanderern zu machen. Unter anderem können sie damit die Social-Media-Profile der Antragsteller überprüfen.

Die Anweisung taucht in einem von ProPublica geleakten Dokument auf, das sich an die Social-Media-Abteilung der Einwanderungsbehörde richtet. Mitarbeiter sollen zur Prüfung der Profile auf Übersetzungstools zurückgreifen, neben Google können es auch die von Yahoo, Bing oder aus einer anderen kostenlosen Quelle sein, heißt es darin.

Übersetzungen durch Google Translate taugen vor US-Gericht aber etwa wenig. Eine via Übersetzungsdienst gegebene Zustimmung zu einer polizeilichen Durchsuchung hat ein Richter für unwirksam erklärt, weil die Übersetzungen zu schlecht waren.

Wer für die USA einen Visumsantrag stellt, muss seit einigen Wochen verpflichtend seine Social-Media-Konten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern offen legen, wenn die zuständige Behörde das verlangt. Wie gerade erst bekannt wurde, durchsuchte die US-Einwanderungsbehörde Führerscheindatenbanken zum Aufspüren illegaler Einwanderer – ohne Rechtsgrundlage. (emw)