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US-Einwanderungsbehörde wechselt von Blackberry zu iPhone

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Die Mitarbeiter US-amerikanische Einwanderungs- und Zollbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) sollen künftig mit iPhones statt mit Blackberry-Geräten ausgerüstet werden. Dafür setzt das zuständige Department of Homeland Security Ausgaben von gut 2 Millionen US-Dollar an, geht aus einem Dokument des Ministeriums hervor, das nun bekannt wurde. Für seine Entscheidung zog das ICE Marktforschungsergebnisse heran, aber auch Erfahrungen anderer US-Bundesbehörden.

Das ICE hatte acht Jahre lang mit den Mobilgeräten des kanadischen Herstellers Research in Motion gearbeitet. Nun sollen 17.676 Mitarbeiter der Behörde ein iPhone bekommen. Bei der Neuausschreibung des Ausrüstungsauftrags kamen neben dem iPhone und Blackberry auch Android-Geräte in Betracht. Geräte mit anderen Betriebssystemen wie Symbian, Windows Phone oder Palm schieden wegen zu geringer Marktanteile in der Vorauswahl aus oder weil sie noch zu neu seien.

Für das iPhone sprach nach Angaben des ICE unter anderem die Einheitlichkeit und strikte Kontrolle der Hardware und des Betriebssystems durch Apple, und zwar unabhängig vom Telekommunikationsanbieter. So könne das ICE gewiss sein, den Nutzern einen zuverlässigen Dienst zu bieten und sie gut schulen zu können. Da das iPhone weit verbreitet sei, könne davon ausgegangen werden, dass das Produkt stetig verbessert werde.

Für Blackberry sprach ein hohes Maß an Sicherheit, das Unternehmen habe aber nicht länger die Marktmacht, um große Entwickler von außen anzulocken. Der Marktanteil sei in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Inzwischen habe sich Blackberry für die Erfordernisse des ICE auch als zu unflexibel erwiesen. Googles Anspruch an ein offenes System und die fragmentierte Entwicklung von Hardware und Software gab für das ICE mit den Ausschlag, sich gegen Android zu entscheiden. (anw)