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US-Finanzriese Fidelity startet neuen Service für Kryptowährungen

Mit Fidelity steigt einer der großen Vermögensverwalter ins Geschäft mit Kryptogeld ein. Eine neue Tochterfirma soll Profi-Investoren den Handel leicht machen.

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US-Finanzriese Fidelity startet neuen Service für Kryptowährungen

Digitale Währungen wie Bitcoin haben bislang ein schwarzes Jahr hinter sich, doch der große US-Vermögensverwalter Fidelity Investments macht Anhängern wieder etwas Hoffnung. Der Finanzriese, der in seinen Fonds mehr als 7,2 Billionen Dollar (6,2 Billionen Euro) an Anlegergeld verwaltet, gab am Montag (die Gründung einer Tochterfirma für Kryptowährungen bekannt.

Das Fidelity Digital Asset Services genannte Unternehmen solle Profianlegern wie Hedgefonds oder Family Offices Dienstleistungen zum Handel von Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten bieten. Das Ziel sei, solche Anlagen zugänglicher für Investoren zu machen, erklärte Fidelity-Chefin Abigail P. Johnson laut Mitteilung. Kunden sollen über die Plattform ihre Orders für Bitcoin, Ether und andere Währungen auf mehreren Handelsplätzen platzieren können. Ebenfalls soll die Tochterfirma auch die sichere Aufbewahrung der Kryptoguthaben gewährleisten, etwa indem Private Keys in Cold Storage gelagert werden.

In der Kryptogeldcommunity wurde der potenzielle Zufluss von "institutional money" – also Geld von Profianlegern – freudig begrüßt. Berichten zufolge scheint das Interesse einiger Großanleger auch zuzunehmen. So soll sich etwa der Stiftungsfonds der Elite-Universität Yale an zwei Kryptogeld-Investmentvehikeln beteiligt haben. Ähnliche Investitionen sollen unter anderem auch die Stiftungen der Universitäten Harvard, Stanford und auch des MIT getätigt haben. Die Höhe blieb in allen Fällen unbekannt.

Am Markt hat die Nachricht für kurzzeitigen Kursauftrieb gesorgt – zeitweise stieg der Preis für einen Bitcoin am Montag um mehr als zehn Prozent auf fast 6700 Dollar. Zuletzt schwächte sich das Plus wieder etwas ab. Die Verluste nach dem Ende 2017 erreichten Rekordhoch bei rund 20.000 Dollar bleiben indes gewaltig. Die seit Monaten anhaltende Seitwärts-Bewegung des zwischen 6000 und 7000 US-Dollar pendelnden Kurses scheint weiterzugehen.

Die derzeitigen Kurse schreckten aber weder Fidelity noch die institutionellen Investoren ab, erklärte Tom Jessop, Chef der neuen Fidelity-Tochter, dem Sender CNBC. Es gehe hier vielmehr um eine Grundlagen-Technik, die Langzeit-Potenzial habe. (mit Material der dpa) / (axk)

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