zurück zum Artikel

US-Grenzschutz: Fotos von US-Reisenden samt Kennzeichen in falschen Händen

Warnschild: Videoüberwachung - verlassen Sie sich nicht auf davon ausgehende Sicherheit

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Dem US-Grenzschutz sind bis zu 100.000 Fotos entkommen. Sie zeigen Reisende und die Kennzeichen ihrer Fahrzeuge.

Ein Dienstleister des US-Grenzschutzes hat widerrechtlich Fotos von US-Grenzkameras auf eigene Systeme kopiert. Diese Systeme wurden dann gehackt, so dass bis zu 100.000 Aufnahmen in falsche Hände gelangt sind. Die Bilder zeige Reisende, die einen nicht genannten Grenzübergang zwischen den USA und entweder Kanada oder Mexiko genutzt haben, sowie die Kennzeichen grenzüberquerender Fahrzeuge. Das hat der US-Zoll und -Grenzschutz (CBP) am Montag mitgeteilt.

Frappierend ist, dass CBP die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister nicht einstellt, obwohl er sowohl Datenschutz- als auch Sicherheitsvorschriften missachtet hat. Die Aufnahmen hätten gar nicht in das Firmennetz transferiert werden dürfen. Bei dem Unternehmen soll es sich laut US-Medienberichten um den Kennzeichenerfasser Perceptis handeln. Perceptis wurde im Mai gehackt.

Gesichtserkennung hat ungeahnte Folgen

Fotos US-Reisender und deren Kennzeichen in falschen Händen

(Bild: gemeinfrei)

Automatische Gesichtserkennung könnte ungeahnte Folgen haben [1] und Menschen erheblich einschränken.

mehr anzeigen

Der CBP gibt an, dass die Aufnahmen bislang nicht im Internet aufgetaucht seien. Das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht, lässt sie doch darauf schließen, dass hinter dem Hack nicht einfache Kriminelle, sondern ein Geheimdienst steckt. (ds [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4443453

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Gesichtserkennung-hat-ungeahnte-Folgen-4342307.html
[2] mailto:ds@heise.de