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US-Handelsaufsicht will Datenschutz der Verbraucher stärken

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Unternehmen sollten den Schutz der Daten ihrer Kunden auf jeder Stufe der Entwicklung ihrer Produkte beachten. So lautet eine der Empfehlungen der US-amerikanischen Handelsaufsicht und obersten Datenschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC). Sie hat nun den Abschlussbericht ihrer Überlegungen zum besseren Datenschutz für Verbraucher vorgelegt (PDF-Datei). Neben "Privacy by Design" fordert sie in dem Bericht "Protecting Consumer Privacy in an Era of Rapid Change" einfache Wahlfreiheit für Unternehmen und Verbraucher über den Umgang mit ihren Daten. Auch sollten Unternehmen Details zum Umgang mit ihren Datensammlungen offenlegen.

Das sind Ergänzungen zu den Empfehlungen im vorläufigen Bericht, den die FTC im Dezember 2010 vorgelegt hatte. Auf diesen seien gut 450 Kommentare abgegeben worden, teilte die Kommission mit. Sie will sich dafür einsetzen, dass Unternehmen und Selbstregulierungsinstitutionen die Empfehlungen umsetzen. Dazu gehört unter anderem die Verwendung der Technik Do Not Track in Web-Browsern, durch die Nutzer verhindern können, dass ihr Surfverhalten von Werbenetzwerken mit Cookies oder anderen Techniken protokolliert werden.

Die FTC appelliert an Anbieter mobiler Dienste, die Daten der Kunden besser zu schützen, und an Datenhändler, ihre Geschäfte transparenter zu machen. Besorgt zeigt sich die Handelsaufsicht über den zunehmenden Trend unter großen Unternehmen wie Internet Service Providern, Hersteller von Betriebssystemen und Web-Browsern sowie Betreibern sozialer Netzwerke, das Online-Nutzerverhalten zu überwachen. Zusammen mit dem US-Handelsministerium und den Beteiligten will die FTC hier Selbstverpflichtungen für die Wirtschaft ausarbeiten.

FTC-Vorsitzender Jon Leibovitz meint, wenn die Unternehmen die Empfehlungen umsetzten, könnten sie innovative und kreative neue Dienste anbieten, ohne die Privatsphäre ihrer Kunden zu opfern. Bis zum Ende dieses Jahres soll den Nutzern ein einfach zu handhabendes und effizientes Do-Not-Track-Verfahren an die Hand gegeben werden. Falls die Unternehmen nicht weiterhin schnell daran arbeiteten, werde der Gesetzgeber dafür sorgen, sagte Leibovitz. (anw)