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US-Gamingbranche wehrt sich: Videospiele nicht für Gewalt verantwortlich

Nach zwei blutigen Anschlägen am Wochenende in den USA haben US-Politiker einen Bezug zu Videospielen hergestellt. Die Branche widerspricht.

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(Bild: JJFarq/Shutterstock)

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Nach den Bluttaten in den USA am Wochenende hat eine Vertretung der Videospiel-Unternehmen einen Zusammenhang zwischen den Spielen und Gewalttaten zurückgewiesen. In vielen Ländern, in denen Videospiele genauso beliebt seien, gebe es kein solch tragisch hohes Gewaltniveau wie in den USA, erklärte der US-Verband für Unterhaltungssoftware am Montag. Videospiele trügen "positiv zur Gesellschaft bei", etwa als Bildungsinstrument und um Familien und Freunde zusammenzubringen, hieß es weiter.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in seiner Reaktion auf die Vorfälle vom Wochenende gemahnt, die USA müssten "die Verherrlichung von Gewalt stoppen", auch in weit verbreiteten und "grausamen" Videospielen. Immer wieder gibt es Kritik, dass sogenannte Ballerspiele die Gewaltschwelle von Spielern senken könnten. Vor Trump hatten andere Republikaner bereits einen Bezug zwischen den Anschlägen vom Wochenende und Videospielen hergestellt.

Am Samstag hatte ein 21-jähriger Weißer in einem Einkaufszentrum im texanischen El Paso das Feuer eröffnet. Er tötete 22 Menschen. Der mutmaßliche Täter hatte den Anschlag vorher in dem Onlineforum 8chan angekündigt und stellte sich der Polizei.

Die Ermittler gehen von einem rassistischen Tathintergrund aus. 8chan ist seit Sonntag offline. Einige Stunden nach dem Anschlag in Texas eröffnete ein 24-Jähriger in Dayton (Ohio) vor einer Bar das Feuer. Er tötete innerhalb weniger Sekunden neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

(mho)