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US-Kinokette verbietet Google Glass während Vorstellung

Im Kinogebäude darf man sie noch tragen, sobald die Vorstellung beginnt soll Googles Datenbrille Glass aber von der Nutzernase verschwunden sein: Eine US-Kinokette spricht dieses Verbot wegen möglicher Filmpiraterie aus.

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Die US-Kinokette Alamo Drafthouse hat ein Verbot ausgesprochen, Googles Datenbrille Glass bei laufender Vorstellung zu tragen. Nutzer könnten die Glass zwar im Kinogebäude tragen, sobald jedoch im Saal die Vorstellung beginne, müsse sie abgesetzt werden, hieß es unter anderem auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Zur Kette gehören USA-weit aktuell 14 Kinos.

Vorsicht, Filmpirat: Glass-Träger sind in US-Kinos nicht gern gesehen.

(Bild: dpa, Ole Spata)

Hintergrund dürfte die Angst davor sein, dass die Nutzer über die Aufnahmefunktion der Brille eine Kopie des gesehenen Films anfertigen. Offen ist dabei, was Nutzer der Datenbrille machen sollen, die ihre Glass auch gleichzeitig auch als konventionelle Sehhilfe nutzen – Google hatte bereits entsprechende Kollektionen vorgestellt.

Die Angst vor Filmpiraten mit Datenbrillen sorgte bereits Anfang des Jahres für Aufsehen: So hatten im US-Bundesstaat Ohio Zollbeamte einen Google-Glass-Träger aus einer Kinovorführung abgeführt und einige Stunden verhört. Er wurde verdächtigt, den Film mittels seiner Datenbrille mitgeschnitten zu haben. Der Mann wurde schließlich freigelassen, da sich auf dem Speicher seiner Brille nichts Verdächtiges fand. Ein Gerät zu tragen, das Videoaufnahmen machen könne, sei in einem Kino nicht angemessen, erklärte damals ein Sprecher der betroffenen Kinokette. (axk)

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