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US-Klimaschutz auf dem Prüfstand

Während US-Präsiden Donald Trump per Dekret Naturschutzmaßnahmen zugunsten von Wirtschaftsinteressen infrage stellt, nimmt die US-Umweltbehörde einige Webseiten mit Informationen zum Klimawandel vom Netz.

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US-Klimaschutz auf dem Prüfstand

Am gestrigen Freitag beauftragte US-Präsident Donald Trump den Innenminister Ryan Zinke, die aktuell geltenden Regelungen für Offshore-Exploration und -Ölförderung zu überprüfen. Ebenfalls am Freitag erhielt der US-Wirtschaftsminister Wilbur L. Ross die Order, alle Einrichtungen und Erweiterungen mariner Schutzgebiete aus den vergangenen zehn Jahren zu überprüfen. Das betrifft sowohl Naturschutzgebiete als auch historische Schutzzonen wie das hawaianische Papahanaumokuakea-Archipel mit historischen Bauwerken und Erinnerungsstätten. Kommentatoren der Washington Post erwarten, dass daraufhin riesige Areale der nationalen Gewässer für Öl- und Gasbohrungen freigegeben werden. Trumps Vorgänger Barrack Obama hatte diese Gebiete bezüglich solcher Maßnahmen erst einige Monate zuvor für Tabu erklärt.

Die Reviews dürften einige Zeit in Anspruch nehmen, doch wie Trump gegenüber der Agentur Associated Press erklärte, entfessele er damit die amerikanische Energiewirtschaft und ebne den Weg für Tausende und Abertausende hochbezahlter Energie-Arbeitsplätze.

Im Einklang damit hat die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA angekündigt, ihren Webauftritt umzubauen, um ihre neue Marschrichtung besser zu dokumentieren. Die Nachricht erschien fünf Tage nach anders lautenden Hinweisen der EPA, dass die Open-Data-Website der Behörde vom Netzgenommen würde. Unter deren Adresse finden sich außer einer Auflistung aller Behörden-Institutionen auch reichhaltige Daten und Visualisierungen zu Umweltverschmutzung und Klimawandel. (hps)

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