US-Militärzulieferern dräut die RFID-Deadline

Übermorgen beginnt in der militärischen Warenwirtschaft das RFID-Zeitalter.

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Von
  • Ernst Ahlers

Ab Montag, den 14.11.2005, müssen Zulieferer bei Neuaufträgen für zwei US-Militärdepots zustimmen, dass sie Lieferungen bestimmter Waren mit RFID-Tags versehen. Darunter fallen beispielsweise Fertigrationen, Bekleidung und Ersatzteile für Waffensysteme.

Die auch für Reisepässe und Fußball-Tickets vorgesehene Technik verspricht einerseits Erleichterungen in der Logistik und beim Verbraucherschutz. Andererseits ruft RFID aber Gegner auf den Plan, weil die Tags auch mit wenig Fantasie als Bedrohung der Privatsphäre gelten können. Anders als bei heute üblichen Barcodes ist nicht nur das Pullovermuster drahtlos aus der Ferne identifizierbar, sondern jedes einzelne Exemplar.

Beim US-Militär hofft man, mit der RFID-Kennzeichnung die Warenströme vor allem zu im Ausland stationierten Einheiten besser lenken zu können. So sollen Verschwendung und Schwund zurückgehen. Zumindest auf letzteres dürften auch hiesige Handelshäuser hoffen. (ea)