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US-Ministerin für innere Sicherheit warnt zum Abschied vor Attacken aus dem Cyberspace

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Janet Napolitano, Ministerin für US-Heimatschutz, hat zum Ende ihrer Amtszeit vor katastrophalen Angriffen aus dem Cyberspace gewarnt. In einer Rede vor dem National Press Club in Washington sagte sie, die USA könnten einmal einem "cyber event" ausgesetzt sein, das das alltägliche Leben, die Wirtschaft und die Gesellschaft stark beeinträchtigen könne. Die Regierung habe begonnen, sich mit der möglichen Bedrohung auseinanderzusetzen, doch es müsse noch viel mehr getan werden.

Janet Napolitano vor dem National Press Club

(Bild: C-Span )

So seien Systeme, Schutzvorrichtungen und eine Struktur aufgebaut worden, um Angriffe und Eindringlinge auszumachen, um Informationen mit dem privaten Sektor und über die Behörden hinweg auszutauschen. Auch seien Pläne und Ressourcen ausgearbeitet worden, um möglichen Schaden einzudämmen, doch es müsse mehr unternommen werden, und zwar schnell, sagte Napolitano, die Ende dieses Monats ihr Amt, das sie mit Beginn der Präsidentschaft Barack Obamas im Januar 2009 innehatte, abgeben will.

Die Ministerin wiederholt damit ihre Befürchtungen, die sie bereits im Januar dieses Jahres in einer Rede in einer Denkfabrik in Washington geäußert hatte. Es könne ein "Cyber-9/11" unmittelbar bevorstehen. Eine solche Cyberattacke könne ähnlich gravierende Folgen haben wie der schwere Wirbelsturm Sandy. Dieser hatte Ende vergangenen 2012 in weiten Teilen der Nordostküste der Vereinigten Staaten Stromverbindungen gekappt und zu heftigen Zerstörungen geführt. Ähnliche Befürchtungen hatte zuvor John McConnell geäußert, ehemaliger Direktor der National Security Agency (NSA). Beide hatten sich für ein Cybersecurity-Gesetz stark gemacht, das im April dieses Jahres bislang nur das US-Repräsentantenhaus passierte. Es soll dafür sorgen, dass sich Wirtschaft und Regierung stärker über IT-Angriffe und Sicherheitsbedrohungen austauschen. (anw)