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US-Mobilfunker gaben millionenfach Handydaten an Behörden

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US-Mobilfunkbetreiber müssen millionenfach Daten, SMS-Nachrichten und Aufenthaltsorte von Handy-Besitzern an Ermittler weiterleiten. Im vergangenen Jahr seien die Firmen insgesamt rund 1,3 Millionen Mal entsprechenden Anforderungen nachgekommen, berichtete die New York Times am Montag. Diese bislang unbekannte Gesamtzahl gehe aus einer Antwort von Unternehmen wie AT&T, Sprint oder T-Online USA auf eine Anfrage des Kongresses in Washington hervor. Die Datenherausgabe habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Nicht aufgeschlüsselt wurde, welche Behörden nach den Informationen gefragt haben.

Viele Aufforderungen zur Übermittlung von Namen, Nummern und anderer Privatdaten müssten ohne gerichtliche Verfügung befolgt werden, da die Behörden sie als Notfall deklarieren. Es seien auch Anfragen darunter, die von den Telekomanbietern als "unangemessen" zurückgewiesen werden, schrieb die Zeitung weiter. Die meisten Anbieter hätten jedoch keine Zahlen genannt, wie oft sie Zurückweisungen erteilt hätten.

Zudem müsse man laut der Times davon ausgehen, dass die tatsächlichen Zahlen der Anfragen deutlich über 1,3 Millionen liegen – bedingt durch die lückenhaften Aufzeichnungen der Mobilfunkanbieter darüber. Außer könnten mit einer Anfrage oftmals Informationen über mehrere Anrufer erfragt werden, so dass die Zahl betroffener Personen wohl ebenfalls höher anzusetzen sei. (axk)