Menü

US-Musikindustrie hat Verstorbene des Dateitauschs bezichtigt

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 376 Beiträge
Von

Von einem absurden Fall berichtet die US-amerikanische Zeitung The Charleston Gazette. Demnach hat der Verband der US-Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA) gegen eine bereits einen Monat zuvor im Alter von 83 Jahren verstorbene Dame Klage eingereicht. Angeblich soll sie unter dem Nick-Namen "smittenedkitten" 700 Pop-, Rock- und Rap-Songs illegal im Internet zum Tausch angeboten haben.

"Gertrude Walton hasste Computer", zitiert die Zeitung die Tochter der Dame. Sie habe in den letzten 17 Jahren mit ihrer Mutter zusammengelebt. Ein Computer sei aufgrund der Aversion ihrer Mutter nie ins Haus gekommen. "Sie hätte nicht einmal gewusst, wie man einen PC anschaltet."

Am vergangenen Donnerstag räumt die RIAA nach Angaben der Zeitung schließlich ein mögliches Missverständnis ein. "Die Beweisaufnahme in diesem Fall liegt schon Wochen und Monate zurück", sagte demnach RIAA-Sprecher Jonathan Lamy. Man werde die Klage nun möglicherweise zurückziehen.

Die Tochter allerdings stellt den Verlauf anders dar. Sie habe bereits einige Tage vor Klageerhebung einen Kopie des Totenscheins an die RIAA gefaxt, nachdem sie eine entsprechende Ankündigung erhalten hatte. "Ich bin mir ganz sicher, dass meine Mutter nicht vom Greenwood-Friedhof auferstehen wird, um an der Verhandlung teilzunehmen." (hob)