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US-Musikindustrie klagt weiter

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Der Verband der US-Musikindustrie, die Recording Industry Association of America (RIAA), hat die zweite Klagewelle gegen Tauschbörsen-Nutzer eingeleitet, die angeblich urheberrechtlich geschützte Songs über Peer-to-Peer-Netzwerke angeboten haben sollen. Nach US-Medienberichten hat der Verband 80 Personen verklagt, die in großem Umfang Musik über P2P-Netzwerke getauscht haben sollen.

Im Unterschied zur umstrittenen ersten Klagewelle kam diese juristische Offensive jedoch mit Vorwarnung: Die RIAA hatte Anfang Oktober 204 Einzelpersonen angeschrieben und ihnen mit einer Schadensersatzklage gedroht. Gleichzeitig gab sie den Angeschriebenen jedoch zehn Tage Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern und einem außergerichtlichen Vergleich zuzustimmen.

Laut RIAA stehen nun 124 der Angeschriebenen in Verhandlungen mit den Anwälten des Verbandes -- die restlichen 80 wurden verklagt. RIAA-Präsident Cary Sherman ist laut Wall Street Journal zufrieden mit dem Verlauf der Aktion. Die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der jetzt Angeschriebenen über eine gütliche Einigung verhandeln wollten bedeute, dass das "klare Signal" der RIAA-Kampagne bei den Usern angekommen sei. Insgesamt haben sich nach RIAA-Angaben 156 Personen gütlich mit dem Verband geeinigt und dabei jeweils Schadensersatz von 2500 bis 7500 Dollar gezahlt. (wst)