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US-Podcaster wollen ein größeres Stück vom Werbekuchen

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Einige US-Anbieter von Podcasts suchen nach einem gemeinsamen Ansatz für die effektivere Werbevermarktung von Audio- und Videobeiträgen. Wie die New York Times berichtet, will die Branche die Entwicklung einer geeigneten Lösung mit einem eigenen Verband unterstützen. Dazu haben in der vergangenen Woche 15 Unternehmen – darunter Apple und Personal Life Media (PLM) – die Association for Downloadable Media (ADM) gegründet.

Ziel sei es, Werbung in Podcasts effektiver vermarkten zu können. Die Finanzierung der meist kostenlosen Angebote soll über Werbung erfolgen. Bisher waren die Anbieter aber nur eingeschränkt in der Lage, ihren Werbekunden auch eine ausreichende Erfolgskontrolle anbieten zu können. Ein Lösung dafür soll nun mit Unterstützung des neuen Verbands gefunden werden. Susan Bratton, Mitglied des Vorstandes von ADM und CEO von PLM, empfiehlt ein System, in dem drei Werbeblöcke auf den Anfang, die Mitte und das Ende des Podcasts verteilt werden. Sie ist überzeugt, dass eine stärkere Zusammenarbeit mit der Werbe-Industrie eine bessere Vermarktung der Podcasts bieten würde. Das Interesse der Werbebranche ist da, und Unternehmen wie Podbridge, Podtrac oder Kiptronic, die ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der ADM zählen, bieten bereits eigene Lösungen für die Vermarktung von Podcasts an.

Laut einer Studie von Forrester Research haben mehr als 10 Prozent der Internetnutzer schon einmal ein Podcast – ein downloadbares Abonnement, bestehend aus serienähnlichen Audio- oder Videodateien – genutzt. Jedoch erwirtschafteten die Betreiber nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Emarketer mit Werbung über Podcasts "nur" 80 Millionen Dollar. Gemessen am rund 16,9 Milliarden US-Dollar starken US-Online-Werbemarkt ist weniger als ein halbes Prozent und vergleichsweise wenig. Von einer funktionierenden Vermarktungslösung versprechen sich die Anbieter deutlich mehr Wachstum. (jdo)