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US-Regierung: Chinesen stehlen jahrelang Daten aus zwölf Ländern

Im Auftrag Pekings sollen sich Personen Zugang zu mindestens 45 US-Behörden und Unternehmen verschafft haben, gibt die US-Regierung bekannt.

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US-Regierung: Chinesen stehlen jahrlang Daten aus zwölf Ländern

Rod Rosenstein während der Pressekonferenz.

(Bild: justice.gov)

China hat nach Überzeugung der US-Regierung groß angelegte Cyberangriffe auf die USA und ihre Verbündeten in aller Welt ausgeführt. Das gab der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein am Donnerstag in Washington bekannt. Betroffen seien Organisationen in mindestens zwölf Ländern, darunter auch in Deutschland. Die britische Regierung gab eine entsprechende Mitteilung heraus.

Den Angaben der US-Justizministeriums zufolge gelang es Personen im Auftrag Pekings, sich Zugang zu mindestens 45 US-Behörden und Unternehmen zu verschaffen. Hunderte Gigabyte heikler Daten seien gestohlen worden. Die Angriffe seien über Jahre erfolgt, vermutlich im Zeitraum 2006 bis 2018.

Konkret wurden vor dem Bezirksgericht in Manhattan zwei Chinesen angeklagt. Ihnen wird Verschwörung zum Eindringen in fremde Computer, Betrug und Identitätsdiebstahl vorgeworfen. Sie seien Teil einer "Hackergruppe" und für das chinesische Unternehmen Huaying Haitai tätig gewesen. Zudem sollen sie mit der chinesischen Regierung kooperiert haben.

Durch Betrug und Diebstahl habe sich China auf unfaire Weise einen Vorteil verschafft, und zwar auf Kosten von Unternehmen und Ländern, die sich an die internationalen Regeln halten, sagte Rosenstein. Die Beschuldigten hätten geistiges Eigentum abgegriffen, in das Jahre der Forschung und viel Geld investiert worden sei. (mit Material der dpa) / (anw)