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US-Regierung bringt Backup für GPS auf den Weg

Mit dem von US-Präsident Trump unterzeichneten National Defense Authorization Act muss die US-Regierung in spätestens 18 Monaten eine Alternative für das GPS-System entwickeln.

GPS-Satellit

Zwölf GPS-Satellit der Baureihe IIFbefinden sich seit Februar 2016 im Orbit.

(Bild: United States Government)

Die US-Regierung will eine Alternative für das Satellitenortungssystem GPS entwickeln. Laut dem neuen Haushalts-Gesetz für das Verteidigungsministerium, das US-Präsident Donald Trump nun unterzeichnet hat, müssen die Ministerien für Verteidigung, Transport und Heimatschutz innerhalb von 120 Tagen ein Konzept für ein System vorlegen, das beim Ausfall des GPS-Navigationssystems einspringen kann. Das neue System soll für Ortung, Navigation und genaue Zeiterfassung geeignet sein. Bis zum Ende 2018 soll es eine lauffähige Demo geben. Insgesamt sind 10 Millionen US-Dollar dafür eingeplant, wer sie aufwenden soll, ist aber unklar.

Erste Forderungen nach einem solchen Ersatz-System hatte 2004 schon Präsident George W. Bush gestellt. Die Umsetzung zog sich sowohl bei der Präsidentschaft von Bush als auch bei Barack Obama in die Länge. Lange war die Rede von eLoran, einem System, das eine Ortsbestimmung per Langwelle ermöglichen soll. Das wurde zwar beschlossen, soll aber erst in drei Jahren in Betrieb gehen. Diese von den Senatoren Ted Cruz (Republikaner) und Ed Markey (Demokraten) eingebrachte Vorlage verdeutlicht nach Ansicht vieler Beobachter, dass die Tatenlosigkeit der US-Regierung dem US-Kongress zunehmend sauer aufstößt.

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Hintergrund für die zunehmende Ungeduld könnten die immer häufiger auftretenden Fälle, bei denen Störsender entweder den GPS-Empfang blockierten oder irreführende Daten ausgesendet hatten, die zu Falschortungen etwa in der Schifffahrt führten. Die Technik dafür ist mittlerweile breit verfügbar. (mil)

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