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US-Regierung fühlt sich von Oracle abgezockt

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Die US-Regierung sieht sich vom Software-Konzern Oracle übers Ohr gehauen. In einer Klage wirft das Justizministerium dem Unternehmen vor, überhöhte Preise für seine Produkte verlangt zu haben. Es geht nach US-Medienberichten um mehrere zehn Millionen Dollar.

Nach US-Recht darf ein Unternehmen von der Regierung nicht mehr Geld verlangen als von seinen Kunden aus der Privatwirtschaft. Das Ministerium unterstellt Oracle, Rabatte verschwiegen zu haben, die es seinen bevorzugten Geschäftskunden gewährte. Damit sei der Steuerzahler geschädigt worden, lautet der Vorwurf.

Ein ehemaliger Oracle-Mitarbeiter hatte bereits im Mai 2007 Klage eingereicht. Er darf dies im Namen der Regierung tun und bekommt dafür bei Erfolg einen Teil des Schadenersatzes. Das Justizministerium schloss sich der Klage im April an. Nun wurde die Schrift veröffentlicht.

Solche Klagen sind nicht ungewöhnlich, schrieb das Wall Street Journal. 2006 hatte Oracle der Regierung 98,5 Millionen US-Dollar zahlen müssen, da das 2004 übernommene Unternehmen Peoplesoft falsche Preisangaben gemacht hatte. (anw)