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US-Regierung prüft geplante Kooperation zwischen Google und Yahoo

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Das US-Justizministerium hat nach Angaben der Washington Post ein formales Kartellverfahren gegen Google und Yahoo eingeleitet. Im Mittelpunkt steht eine Mitte Juni von den beiden Unternehmen verkündete Zusammenarbeit bei Online-Anzeigen. Die US-Regierung verlangt nun laut dem Bericht, dessen Autor sich auf Eingeweihte beruft, von Google und Yahoo, aber auch von anderen Unternehmen Unterlagen zu den Hintergründen der Kooperation.

Yahoo und Google hatten dem Ministerium bereits bei Bekanntgabe ihrer Zusammenarbeit eine Überprüfungsfrist von dreieinhalb Monaten eingeräumt und warten mit der Umsetzung ihrer Pläne. Die Washington Post zitiert einen Yahoo-Sprecher, für den die Einleitung der Untersuchung kein Anlass für Befürchtungen sei. Allerdings sehen Kartellrechtsexperten laut dem Bericht in dem Vorgehen des Ministeriums kein Routineverfahren; die US-Regierung sehe zumindest noch einige Fragen unbeantwortet.

Anlässlich eines Testlaufs für die geplante Kooperation im April war bereits der Argwohn der US-Regierung geweckt worden. Yahoo will zunächst vier Jahre lang von Google verkaufte Werbung auf einigen seiner Webseiten in den USA und in Kanada anzeigen. Yahoo entscheidet dabei, für welche Suchanfragen bezahlte Suchergebnisse aus Googles Anzeigenprogramm angezeigt werden. Die beiden Unternehmen betonen, die Zusammenarbeit sei wettbewerbsfördernd, weil es Yahoo vor einer Übernahme durch Microsoft bewahre. (anw)