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US-Regierung will Drohnen mit Gesichtserkennung an der Grenze einsetzen

US-Präsident Trump plant, an der mexikanischen Grenze Drohnen einzusetzen, die mit Systemen zur Gesichtserkennung ausgestattet sind. Eine entsprechende Ausschreibung wird vorzeitig in diesem Monat beendet.

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US-Drohnenausschreibung wird vorzeitig geschlossen

(Bild: dpa, Julian Stratenschulte)

Bereits im Sommer letzten Jahres hat die US-Regierung die Entwicklung einer Drohne ausgeschrieben, die leicht und in Echtzeit zu bedienen sein soll, über fortgeschrittene Sensoren verfügen und weitreichend vor unbefugtem Zugriff geschützt sein soll.

Die Drohne soll ungefähr die Ausmaße der für Endverbraucher erhältlichen Geräte haben, beispielsweise von DJI. Sie soll zu Fuß reisende Menschen, allein und in Gruppen, erkennen können, und via Gesichtserkennung Risikoeinschätzung vornehmen und so autonom Ziele priorisieren können. Hierfür soll die Drohne in Echtzeit auf die IDENT-Datenbank der Homeland Securtiy zugreifen können und die ermittelten biometrischen Daten abgleichen.

Besonders die Projektbeschreibung (Ausschreibung als Microsoft docx) zur Bedienung und den Sensoren legt die Grenzsicherung als oberste Priorität nahe. So sollen die Drohnen auch unter extremen Wetterbedingungen funktionieren, sehr leicht und klein und einfach zu bedienen sein. Hierfür schlägt die Ausschreibung ein Bedienfeld am Ärmel des Nutzers oder Sprachsteuerung vor. In der detaillierten Projektbeschreibung wird der Arbeitsbereich unter extremen Wetterbedingunen beschrieben und dass sich die Nutzer der Drohne in schwierigem Gelände schwer bepackt, kletternd und kriechend bewegen müssen.

Eigentlich sollte die Ausschreibung erst am 17. Juli 2017 geschlossen werden, da sich aber eine große Anzahl an Unternehmen beworben hat und sich laut "The Verge" bereits drei Firmen in Phase 1 (Proof of Concept und funktionierender Prototyp) befinden, wird die Ausschreibung bereits am 27. April geschlossen. (tho)

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