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US-Regulierungsbehörde genehmigt Fusion von T-Mobile und Sprint

Die US-Behörde FCC stimmt dem geplanten Zusammenschluss von T-Mobile mit Sprint zu. Die Fusion ist damit aber noch nicht gesichert.

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(Bild: rblfmr/Shutterstock.com)

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Die Telecom-Regulierungsbehörde FCC hat am Dienstag einer Fusion von T-Mobile USA mit Sprint zugestimmt. Die drei Republikaner in der FCC stimmten dafür, die beiden Demokraten dagegen. Das US-Justizministerium hatte bereits im Juli zugestimmt. Dennoch ist der Zusammenschluss noch keine ausgemachte Sache.

Denn mehr als ein Dutzend US-Staaten führen Klage gegen eine Fusion von T-Mobile und Sprint, darunter die besonders großen Staaten Kalifornien, New York und Texas. Die Gerichtsverhandlungen sollen im Dezember beginnen. Die Gegner der Fusion, darunter auch die Demokraten in der FCC, fürchten ein Nachlassen des Wettbewerbs und dadurch Nachteile für Verbraucher, wenn der Zusammenschluss zugelassen wird. Die Zahl der überregional tätigen Mobilfunk-Netzbetreiber würde ja von vier auf drei sinken.

Die Republikaner in der FCC verweisen auf die von den beiden Mobilfunkern eingegangene Verpflichtung zum Netzausbau. Binnen dreier Jahre nach einer Fusion soll ein 5G-Netz 97 Prozent der Wohnsitze in den USA erreichen, weitere drei Jahre später sollen es 99 Prozent sein. In ländlichen Gebieten sollen es mindestens 85 Prozent respektive 90 Prozent sein.

Auch Mindestbandbreiten sind festgeschrieben: Nach sechs Jahren sollen über das Mobilfunknetz an 90 Prozent der US-Wohnsitze 100 Mbit/s heruntergeladen werden können, in ländlichen Regionen mindestens 50 Mbit/s. Werden Ziele nicht erreicht, drohen Strafzahlungen. Aus Sicht der Fusionsgegner reichen diese Bedingungen nicht aus, um das Nachlassen des Wettbewerbs aufzuwiegen.

(ds)